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Überwachungsstaat - Testgebiet Fussballstadion


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drittervon5
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Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 26.05.2009
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BeitragVerfasst am: 24.09.2010, 09:10    Titel: Überwachungsstaat - Testgebiet Fussballstadion Antworten mit Zitat
Wer in den letzten Jahren ein normales Bundesligaspiel in Deutschland besucht hat, gewinnt den Eindruck, das hier in erster Linie der Überwachungsstaat ein Testgebiet gefunden hat um jedes Wochenende aufs neue den zukünftigen Ernstfall zu proben.

Was uns evtl. in Zukunft alle erwartet haben die Ordnungskräfte in Leverkusen letzten Mittwoch demonstriert:

... Die Empörung ist groß bei den Fans der Frankfurter Eintracht. Nicht, weil der Fußball-Bundesligist am fünften Spieltag bereits die vierte Niederlage kassierte, sondern weil die mitgereisten Anhänger, so wird berichtet, der Menschenwürde nicht entsprechende Einlasskontrollen über sich ergehen lassen mussten. ...
http://www.rhein-main.net/a/rmn01.c.8238152.de/eintracht-frankfurt-achtung-kontrolle-bitte-ausziehen.html


... Mehrere hundert Beiträge in den Internetforen der Eintracht-Fans kritisieren aufs Schärfste, wie die Frankfurter Anhänger am Mittwochabend beim Auswärtsspiel im Rheinland behandelt wurden. ...
http://www.fr-online.de/sport/eintracht-frankfurt/halbnackt-vor-dem-stadion/-/1473446/4672892/-/index.html


... Protest kam am Donnerstag auch vom Frankfurter Bundestagsabgeordneten Omid Nouripour (Grüne). Er sprach von einem menschenunwürdigen Vorgehen und forderte eine Entschuldigung der Verantwortlichen. "Polizeihandeln muss immer verhältnismäßig und angemessen sein, die Einsatzkräfte in Leverkusen haben diese Grundsätze leider verletzt", sagte er. ...
http://www.hr-online.de/website/rubriken/sport/index.jsp?rubrik=7454&key=standard_document_39807535


... Vor dem Auswärtsspiel von Eintracht Frankfurt in Leverkusen mussten sich weibliche Frankfurt-Fans bis auf die Unterwäsche ausziehen. Auch Minderjährige mussten sich dieser Prozedur unterziehen. ...
http://diepresse.com/home/sport/fussball/596645/index.do?_vl_backlink=/home/sport/fussball/index.do


… Ausziehen, um ins Fußballstadion zu kommen? Nach dem Spiel von Eintracht Frankfurt bei Bayer Leverkusen üben Frankfurter Fans und ein grüner Bundestagsabgeordneter heftige Kritik an den Sicherheitsvorkehrungen. Frauen hätten sich bis auf die Unterhose entblößen müssen. ...
http://www.rhein-zeitung.de/sport_artikel,-Eintracht-Fans-in-Leverkusen-Menschenunwuerdige-Kontrollen-_arid,140786.html


Da ich ebenfalls vor Ort war, aber mänlicher Zuschauer bin, kann ich auf jeden Fall die getrennten Eingänge für Männer und Frauen bestättigen und das am Eingang für die Frauen das erwähnte Zelt stand, desen Zweck sich mir erst durch die Proteste der Fans im Stadion erschloss.

Nach gründlichem Abtasten durch einen der Ordner musste ich auch meine Schuhe ausziehen. >Hose runter< blieb mir erspart. Habe ich so auch noch nicht erlebt. Mit den Augen rollen

Angemerkt sei auch noch, das dies nicht mein erster Stadionbesuch war. Und ich zwar in den letzten Jahren eine deutliche Zunahme der Kontrollen und Ordnungskräfte festgestellt habe, aber auf der anderen Seite keine Zunahme der angeblich >Gewaltbereiten Hooligans< feststelle. Der typische Stadionbesucher ist >Otto Normalbürger< und viele davon sind mit Frau und Kind im Stadion anzutreffen.

Insbesondere bei Auswärtsspielen fällt mir auf, das der Aufmarsch der Polizei nicht wirklich sinnvoll erscheint und eigentlich in keinem Verhältnis steht. Die angebliche Fantrennung findet sowieso nicht statt. Vor dem Stadion ist meist ein buntes Gemisch der Fans in den jeweiligen Farben vorzufinden, die sich an den jeweiligen Getränke- und Bratwurstbuden treffen ohne übereinander herzufallen. Bürgerkriegsähnliche Zustände bei einem Fussballspiel, wie sie gerne an die Wand gemalt werden, habe ich noch nie erlebt.

Den normalen Fussball-Fan als >Gewaltbereiten Hooligan< durch die >normale Gehirnwäsche< in den Medien zu verteufeln, rechtfertigt jetzt immer weiter ansteigende Kontrollmassnahmen. Und das erwartet dann bald jeden, der zu irgendeiner Grossveranstaltung geht, sei es ein Rockkonzert oder eine Demo oder was auch immer ... Mit den Augen rollen
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2xs
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Geschlecht: Geschlecht:männlich
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BeitragVerfasst am: 25.09.2010, 14:17    Titel: Antworten mit Zitat
Dazu gibst ein sehr sehr guten Bericht vom focus-online. Am Ende zeigen sie auch wie die "Stadion Kameras" in Städten eingesetzt werden. Die Software ist so intelligent, das Sie sofort auch Gruppenbildung oder abnormales Verhalten der Passanten meldet...


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drittervon5
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BeitragVerfasst am: 27.09.2010, 11:46    Titel: 25.09.2010 - Sechster Spieltag in Bremen Antworten mit Zitat
... HSV-Fans erheben schwere Vorwürfe gegen die Polizei ... 17 verletzte Beamte und sieben verletzte HSV-Fans, von denen einer nach wie vor im Krankenhaus liegt und in Lebensgefahr schwebt. ... "Insgesamt war die Situation entspannt"... die Blocksperre habe nicht 20, sondern nur fünf Minuten länger gedauert als zunächst geplant. Das sei nötig gewesen, da noch nicht alle Werder-Fans mit den Bussen abgereist waren und sich die Abfahrt der HSV-Anhänger daher verzögerte. ... "Wir wollen den Vorfall sauber abarbeiten und müssen gucken, wie man das in Zukunft verhindern kann", betonte Zanetti, der von einem insgesamt "sehr ruhigen" Nordderby sprach.
http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,719664,00.html

Das ist die übliche Berichterstattung. Das es verletzte Fans gab, wird immer dadurch relativiert, das es eine >angeblich< höhere Anzahl verletzter Polizisten gab. Die Massnahmen waren wie immer notwendig und ein voller Erfolg und man kann es in Zukunft sogar noch besser machen. Die Fans sind wie immer selber Schuld, weil sie nicht den Anweisungen >ihrer Freunde und Helfer< folgten! Mit den Augen rollen
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BeitragVerfasst am: 27.09.2010, 12:05    Titel: 2009 in Paderborn Antworten mit Zitat
Fotostory einer Auswärtsfahrt!

Paderborn gegen Union Berlin : http://www.unveu.de/fcunionvspaderborn7.htm
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BeitragVerfasst am: 13.10.2010, 16:02    Titel: EM-Quali: Italien-Serbien - 12.10.2010 Antworten mit Zitat
... Ein paar hundert serbischer Fanatiker ist alles, was es braucht, um das EM-Qualifikationsspiel Italien gegen Serbien zu kippen. Und das ganze Geschwafel von Stadionsicherheit zu demaskieren. Dass das Spiel gestern abend kein einfaches werden würde, war vermutlich jedem bekannt, der ab und zu mal eine Zeitung aufschlägt oder einen Internet-Anschluss besitzt. ... nicht lange muss man blättern, um von erstochenen, durch Pistolenschüsse verletzten oder durch Bengalos abgefackelte Fans und Ordner im serbischen Fußball zu lesen. Und trotzdem schaffen es ungefähr 2000 Serben, ausgewähltes pyrotechnisches Material, Messer und was sonst noch in ihren Block zu schaffen. Nachdem (wohlgemerkt: nachdem!) die serbischen Ultràs bereits vor dem Spiel den serbischen Mannschaftsbus überfallen, eine Rauchbombe gezündet und den Torwart Stojkovic angegriffen haben. ...
http://www.altravita.com/italien-gegen-serbien-arm-hoch-und-hose-runter.php?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+ItalienBlog+%28Italien+blog%29

... Weil serbische Anhänger Feuerwerkskörper und Fackeln auf das Spielfeld warfen, wurde das EM-Qualifikationsspiel zwischen Italien und Serbien in der sechsten Minute abgebrochen. Der serbische Stammtorwart war von erbosten Fans schon vor dem Spiel attackiert worden. ...
http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,722778,00.html

... Die Fan-Krawalle beim EM-Qualifikationsspiel zwischen Italien und Serbien haben europaweit Bestürzung ausgelöst. Serbiens Verbandspräsident Karadzic spricht von einer "Schande", die Uefa ermittelt. Haben die italienischen Behörden Warnungen der Belgrader Polizei unterschätzt? ...
http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,722811,00.html

... Wegen starker Krawalle ist das EM-Qualifikationsspiel Italien gegen Serbien in Genua abgebrochen worden. Nachdem Feuerwerkskörper auf das Feld geflogen waren, schickte Schiedsrichter Craig Thomson die Teams nach sieben Minuten in die Kabine. ...
http://www.focus.de/sport/fussball/em-2012/fanrandale-italien-gegen-serbien-fruehzeitig-abgebrochen_aid_561583.html

... UEFA-Erklärung zum Spiel Italien gegen Serbien ...
http://de.uefa.com/uefaeuro2012/news/newsid=1545985.html
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drittervon5
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BeitragVerfasst am: 03.05.2011, 09:07    Titel: Schwere Krawalle in Frankfurt??? - 30.04.2011 Antworten mit Zitat
... Während im Polizeibericht von "schweren Ausschreitungen" die Rede war und der Zivilbeamte den Warnschuss abgegeben habe, weil er "von der aggressiven und teilweise vermummten Menge nach kurzer Verfolgung eingekeilt" worden sei, stellen die Ultras die Situation völlig anders dar. Sie sehen das Ziehen der Waffe als "völlig unverhältnismäßig" an und erklärten, dass der junge Mann, der sich nicht als Polizist zu erkennen gegeben habe, "plötzlich mit gezückter Schusswaffe circa 20 Meter vor der Personengruppe" stand. Einige aus der rund 30-köpfigen Ultra-Gruppe seien dann "langsam, aber mit deutlichen Worten auf die genannte Person und die umstehenden, mit Schlagstöcken ausgerüsteten, Personen" zugegangen. ... Ultras versuchten dann, den Schützen zu fotografieren. Der zog seine Kapuze über und rannte weg, als mehrere Polizeifahrzeuge die Stelle erreichten. Mit Schlagstock-einsatz seien die Ultras dann zurückgetrieben worden. Einer musste sein Handy abgeben, mit dem er die Szenerie fotografiert hatte. Er bekam es erst wieder, nachdem die Bilder gelöscht worden waren. Dies sei "eine erzwungene Vernichtung von Beweismaterial", kritisieren die Ultras. ...
http://www.fnp.de/fnp/sport/fussball/ultras-wehren-sich-gegen-polizeibericht_rmn01.c.8879649.de.html

Die Stellungnahme der Frankfurter Ultras:

... Durch die von ihm offensichtlich empfundene Bedrohung verlor er die Nerven und gab einen Warnschuss in die Luft ab, ohne vorher irgendeine Warnung auszusprechen. Zwischenzeitlich richtete er die Waffe auch direkt auf einzelne Leute aus der Gruppe. Der Warnschuss löste nun bei den Personen eine ungeheure Wut aus, noch nie hat jemand aus unserer Gruppe erlebt, wie eine Situation ohne einen Anlass derart eskaliert ist und ein Polizist durch den Verlust aller Sinne zur Bedrohung für unser Leben wird. Einige Leute gingen weiterhin auf ihn zu und forderten ihn zum Schießen auf. ... Festzuhalten bleibt, dass der Schütze zu keinem Zeitpunkt eingekesselt war und immer einen freien Fluchtweg nach hinten hatte, auch stand bei Abgabe des Schusses niemand aus unserer Gruppe im Umkreis von 5m um den Schützen herum. ... Zusammengefasst: Wir waren alle den meisten anwesenden Personen von Polizei, Fanbetreuung und Sicherheitsdienst persönlich bekannt, diese konnten die Lage einschätzen und verhielten sich entspannt. Ausschließlich die uns unbekannten Personen mit Knüppeln und Schusswaffen führten zur Eskalation der Lage. ...Soweit die, äußerst detaillierte, Darstellung der Geschehnisse, es fällt uns schwer unter dem Eindruck dieses Tages nun einfach zur Tagesordnung überzugehen. - Ultras Frankfurt 1997, Mai 2011
http://www.uf97.de/

FNP am 04.05.11:

... So aber kam es zur Eskalation, diverse Medien sprangen gerne auf den Zug auf, aus einem Warnschuss wurden Schüsse, aus gefrusteten Anhängern gewaltbereite Monster und aus einem eventuell überforderten jungen Zivilbeamten eine eigentlich tragische Gestalt. Die Polizei muss nun versuchen, das Misslingen einer von ihr gut gemeinten Aktion nicht zugeben zu müssen, die Ultras haben einen weiteren Grund, sich missverstanden und in die Ecke "Gewalttäter" gedrängt zu fühlen. ...
http://www.fnp.de/fnp/sport/fussball/eintracht-wird-ihre-fans-nicht-anzeigen_rmn01.c.8881915.de.html


Und so stand/steht es am Tag danach in den Zeitungen:

... Schon am Samstagabend ... wollten die Ultras den Mannschaftsbus nach der Ankunft in Frankfurt stürmen. Es kam zu schweren Auseinandersetzungen mit der Polizei, das Stadion wurde abgeriegelt, die Mörfelder Landstraße gesperrt, ein Zivilpolizist gab sogar einen Warnschuss ab, 20 Randalierer wurden festgenommen. Es herrschte das blanke Chaos, die Krawallmacher sorgten für einen Ausnahmezustand rund um die Arena. ...
http://www.fr-online.de/sport/eintracht/einen-halben-schritt-vorm-abgrund/-/1473446/8396892/-/index.html

... Wütende Fans haben am Samstagabend den Mannschaftsbus von Eintracht Frankfurt an der Commerzbank-Arena abgepasst und Polizisten angegriffen. Ein Beamter gab einen Warnschuss ab. ...
http://www.hr-online.de/website/rubriken/sport/index.jsp?rubrik=7454&key=standard_document_41409161

...Polizei-Warnschuss bei Krawallen: Eintracht im Chaos - Nach dem 0:3 der abstiegsbedrohten Eintracht Frankfurt kommt es zu schweren Fan-Krawallen. Polizei muss sogar Warnschuss abgeben. ...
http://relevant.at/sport/fussball/118868/polizei-warnschuss-bei-krawallen-eintracht-chaos.story
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Anmeldungsdatum: 26.05.2009
Beiträge: 207
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BeitragVerfasst am: 22.11.2011, 19:48    Titel: Ansichtssache - Die Woche der Gewalt im Deutschen Fussball Antworten mit Zitat
Das Vorspiel: Pyrotechnik legalisieren-emotionen respektieren
http://www.pyrotechnik-legalisieren.de/blog/start.html

Pyrotechnik ist kein Verbrechen - Pro Pyro 2011 in Deutschland

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Pro Pyro 2012 - Pyrotechnik in Deutschland

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28.07.11:
... Offenbar ist aber auch den Verantwortlichen beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) und in der Deutschen Fußball Liga (DFL) bewusst, dass die Szene nicht von ihrem Lieblingsspielzeug lassen wird und dass alle repressiven Maßnahmen bislang versagt haben. ... Die Eingangskontrollen können noch so penibel, die Strafen noch so drakonisch sein - die Fackeln, die so groß sind wie ein mittlerer Filzstift, gelangen oft dennoch ins Stadioninnere. Umso bemerkenswerter, dass die Szene in dem Manifest nun ein Friedensangebot im Katz-und-Maus-Spiel unterbreitet. "Wir wissen um die Risiken, die der Einsatz von Pyrotechnik mit sich bringt", heißt es in dem Schreiben. "Bei verantwortungsbewusstem und vernünftigem Umgang sind diese Risiken allerdings auf ein Minimum reduzierbar." ...
http://www.sueddeutsche.de/sport/bundesliga-fankultur-abfackeln-aber-nur-unter-aufsicht-1.1125320

18.08.11:
... Neuer Streit über Pyrotechnik im Stadion: Erst versprechen Deutschlands Fußballfunktionäre, bengalische Feuer zu legalisieren - doch nun wollen die Verbände die Zusage nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen umgehen. Ultra-Fans sind empört. ...
http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,780925,00.html

08.09.11:
"DFB und DFL haben uns schön verarscht" ... Trotz der verpassten Legalisierung von Feuerwerken wird es in Fußballstadien weiter brennen. Das sagt Jannis Busse von der Initiative "Pyrotechnik Legalisieren". ...
http://www.zeit.de/sport/2011-09/pyrotechnik-verbot-dfb


1. Akt: Hannover 96 - Bayern München am 23.10.11

SKANDAL Hannover 96 gg. Bayern (2:1) Polizei stürmt Nordkurve 23.10.11

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Bayern München Fanblock Bengalo bei Hannover 96 Südkurve

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24.10.11:
... Hannover 96: Unnötiger Polizeieinsatz sorgt für Unmut ... Man kann zu Pyrotechnik im Stadion stehen, wie man will - was Polizei und Verein allerdings am Sonntag in der AWD-Arena veranstaltet haben, ging weit über das Ziel hinaus. ... Vor dem Anpfiff hatten sich Polizei-Beamte in den Ultra-Block begeben und waren dort mit Schlagstöcken und Pfefferspray gegen die Anhänger vorgegangen. Der Grund: Laut Polizeisprecher lagen Informationen vor, denen zufolge die Fans in Fahnen versteckte Pyrotechnik ins Stadion geschmuggelt hatten - eine Fehlinformation, wie sich hinterher herausstellen sollte. ...
http://www.goal.com/de/news/1024/kommentar/2011/10/24/2726107/hannover-96-unn%C3%B6tiger-polizeieinsatz-sorgt-f%C3%BCr-unmut

... Am vergangenen Sonntag kam es im Fanblock von Hannover 96 zu Tumulten, 36 Personen wurden verletzt. Die Betroffenen kritisieren das unverhältnismäßige und überharte Vorgehen der Polizei. Wir sprachen mit Bernd Kirschning, dem Einsatzleiter der Polizei in Hannover. ...
http://www.11freunde.de/bundesligen/145308/wir_haben_unseren_job_vernuenftig_gemacht

... In den letzten Heimspielen wurde gezündelt, aber bei diesem Spiel war keine Pyro-Aktion geplant – auch um die Polizei ins Leere laufen zu lassen. Der Polizei ging es wohl diesmal darum, Stärke zu zeigen. Aber sie haben es übertrieben. ... Sie wurden tätlich, ein Fan wurde beinahe über eine Brüstung geschubst. Pfefferspray wurde teilweise aus kürzester Distanz direkt ins Gesicht, teilweise wahllos in die Menge gesprüht. Auch Unbeteiligte und Kinder wurden getroffen. So etwas haben wir bei einem Heimspiel noch nie erlebt. ...
http://www.11freunde.de/bundesligen/145307/die_polizei_hat_es_uebertrieben

Antwort der Hannover-Fans am 26.10.11 auf den Polizeieinsatz am WE zuvor:
http://img26.imageshack.us/img26/1223/32011723323600416411628.jpg

25.10.11:
... Ultras starten Pyrotechnik-Offensive ... Die Gespräche hatten vielversprechend begonnen, doch dann brachen DFB und DFL den Dialog mit der Initiative "Pyrotechnik legalisieren" ab. Nun fühlt sich die Fan-Szene betrogen - und sucht ihr Heil im verstärkten Einsatz von bengalischem Feuer. ... Der Konflikt zwischen den Verbänden, der Polizei und den Ultras scheint mittlerweile zu eskalieren. Das Problem daran: Er wird in Fußballstadien ausgetragen, in denen auch Tausende Unbeteiligte anwesend sind. ...
http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,787591,00.html


2. Akt: Borussia Dortmund - Dynamo Dresden am 25.10.11

Pyro Borussia Dortmund - Dynamo Dresden 25.10.2011 DFB Pokal

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Dortmund gegen Dynamo - Polizei setzt Pfefferspray gegen Ordner ein

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26.10.11:
... Nur selten war vor, während und nach einer Fußballübertragung so viel von Fans – guten und bösen, echten und falschen – die Rede wie am Dienstagabend im ZDF zum Pokalspiel von Borussia Dortmund gegen Dynamo Dresden. Jeder Spieler, Trainer und Funktionär, der interviewt wurde, musste auch zu den „unerfreulichen Begleitumständen“ Auskunft geben, musste erklären, ob er sich – im Fall der Dresdner – nicht schäme oder – als Dortmunder – überhaupt verstehen könne, was hier passiert. ... Der Gewährsmann des ZDF war der mehrfach interviewte Dortmunder Polizeidirektor. Das ist okay, die Sicht der Polizei auf Vorfälle jedoch nur eine von mehreren. Agenturmeldungen über Ausschreitungen beim Fußball, die lediglich aus dem Polizeibericht abgeschrieben sind, haben sich schon häufiger als in etwa so objektiv erwiesen wie Zitate aus einem Fanforum zu denselben Vorfällen. Es waren also nicht die Fakten, die das ZDF hier sprechen ließ, sondern eben ein Polizeidirektor. ... Um nicht missverstanden zu werden: Es geht nicht darum, gewalttätige Ausschreitungen kleinzureden oder zu entschuldigen, sondern darum, dass es Teil der journalistischen Arbeit sein sollte, sie einzuordnen und differenziert zu betrachten, statt sie mit moralischer Empörung und Ignoranz zusammengerührt zu präsentieren. Dazu gehört auch, sie im Kontext von Fankultur und den dazugehörigen Vorstellungen von Männlichkeit, Ehre und Gewalt zu sehen. In genau diesem Kontext nämlich funktionieren Provokationen und Beleidigungen wie das Transparenz der Dortmunder. Als Reaktion darauf wurden im Dresdner Block Dortmunder Schals verbrannt, die zuvor vermutlich – darüber berichten mehrere Stimmen im BVB-Fanforen – Dortmundern unter Androhung von Schlägen abgenommen wurden. Dieses „Abziehen“ – das Strafrecht nennt es schlicht „Raub“ – ist ein beliebter Sport der (jugendlichen) Fankultur und fügt sich bestens ein in die Ideen von Revier- und Ehrverteidigung, in denen die Männlichkeitskultur des Fußballs funktioniert. ... Vor einigen Wochen ist es in Zürich zum ersten Spiellabbruch der Schweizer Ligageschichte gekommen, mit vielen anschließenden Debatten und Rufen nach härteren Sanktionen. Eine kluge Stimme im Schweizer Journalismus gehört Pascal Claude. Er schrieb in der Wochenzeitung einen Satz, den man auch der deutschen Diskussion um Gewalt und Fußball ins Redaktionsbuch notieren möchte: „Vielversprechender wäre es womöglich, die Gunst der Stunde zu nutzen und statt über Fussfesseln und Eingreiftruppen über Männlichkeit und Macht in Subkulturen zu debattieren.“ ...
http://publikative.org/2011/10/26/sogenannter-journalismus-wie-erzahle-ich-fusballrandale/

27.10.11:
... Die sicherste Methode, einem einen Pokalabend zu verderben, ist sicher nicht der Einsatz von Pyrotechnik, sondern der Einsatz von Michael Steinbrecher und Wolf-Dieter Poschmann als Moderator und Kommentator im ZDF. Der Mann, der sich notorisch an jeden heranwanzt, und der Mann, der nichts vom Fußball versteht. Sie standen beziehungsweise saßen nun in Dortmund, wo sich einige Fans von Dynamo Dresden wie Vandalen aufführten, und der Rauch, der infolge der Bengalos durchs Stadion zog, muss Poschmanns Blick noch mehr getrübt haben als sonst. Er ist ja einer, der immer nur sagt, was auch jeder sieht, der nichts vom Spiel versteht; und wenn er etwas sagt, was auf so etwas wie einer Analyse, einer Reflexion beruht, dann ist es garantiert falsch, was jeder sieht, der auch nur ein bisschen von Fußball versteht. ... Wie ein schlecht programmierter Sprachcomputer betete er aber auch den Spruch von den „sogenannten Fans" daher, wollte wissen, was in deren Köpfen vor sich ginge; klapperte munter weiter: „Wer mal mit ihnen diskutiert hat, weiß, dass es da keine gemeinsame Argumentationsebene gibt". Wobei man mit Recht fragen kann, welches Interesse irgendein Ultra auch haben sollte, mit Wolf-Dieter Poschmann zu diskutieren? Worüber denn? Über die wohlfeile Ausgrenzungsrhetorik, mit der Fans von „Fans" geschieden werden, Schafe von Böcken? So als seien alle, die Bengalos abbrennen, die eine sogenannte „Choreo" fahren, auch solche, die auf Polizei und Ordnungshüter einschlagen, als ziehe das eine das andere zwangsläufig nach sich. Dass einige beides tun, erlaubt noch nicht den Umkehrschluss. ... Warum, muss man fragen, haben sich denn Vertreter von DFB und DFL mit Vertretern der Gruppe getroffen, die „Pryrotechnik legalisieren" fordert? Das Treffen mag ja unter falschen Voraussetzungen und Hoffnungen auf beiden Seiten stattgefunden haben, doch das ändert nichts daran, dass Schläger und Hooligans nicht automatisch Pyromanen sind und vice versa. So zu tun, wie das ZDF, als sei jede Differenzierung völlig egal, als könnten Leute, die kriminelle Handlungen im und um das Stadion herum begehen, nicht Anhänger einer Mannschaft sein, ist fast schon demagogisch. Dass es im Interesse von Vereinen wie Dynamo Dresden und der übrigen Stadionbesucher sein muss, die gewaltbereiten Anhänger fernzuhalten oder, wenn das nicht gelingt, drastisch zu bestrafen, ist eine andere Sache. Man sollte bloß nicht einen Straftatbestand mit einem moralischen Urteil verwechseln. ...
http://faz-community.faz.net/blogs/einsgegeneins/archive/2011/10/27/pyro-poschmann-pokal.aspx

26.10.11:
... Allgegenwärtig Gewaltexzesse sind dennoch kein Charakteristikum des Profi-Fußballs. Vor jeder Dorf-Disko wird wochenends mehr geprügelt als rund um die modernen Event-Arenen der Bundesligen. "Die Statistik der ZIS erfasst 750 Spiele mit insgesamt 17,4 Millionen Besuchern in der ersten und zweiten Liga. Diese Zahlen sind weltweit unerreicht", meint Michael Gabriel. ... Der Leiter der Koordinationsstelle Fanprojekte warnt vor Panikmache: "Ohne die vorhandenen Sicherheitsprobleme kleinreden zu wollen heißt das, dass es nicht nur attraktiv, sondern auch sicher ist, in Deutschland Fußballspiele zu besuchen." ... Mit Blick auf die Verletzten-Statistik verweist Michael Gabriel deshalb auch auf den polizeilichen Einsatz von Pfefferspray im Gießkannenprinzip. Beim Drittliga-Spiel zwischen Erfurt und Darmstadt in der aktuellen Saison waren "von den 55 Verletzten 52 auf den Einsatz von Pfefferspray zurückzuführen." ...
http://de.eurosport.yahoo.com/abgeblogged/article/8262/


3. Akt: Eintracht Frankfurt - 1.FC Kaiserslautern am 26.10.11

26.10.11:
... Vor dem erneuten Aufeinandertreffen beider Teams morgen am Mittwoch in der Frankfurter Arena bleiben solche harschen Töne allerdings aus. Im Internet keine Spur von Hass, Gewaltandrohungen oder Pöbeleien zwischen beiden Lagern. In den Fanforen geht es überraschend ruhig zu. Höchstens die Diskussionen, warum das Spiel nicht im Free-TV übertragen werde, lassen die Emotionen überschwappen. ... Beim 1. FC Kaiserslautern blickt der Fanbeauftragte Christoph Schneller dem Derby überraschend gelassen entgegen. "Uns sind diesmal keine Aufrufe zur Gewalt bekannt", erklärt Schneller. 4000 Lauterer Anhänger werden seiner Kenntnis nach den FCK mit nach Frankfurt begleiten, bis zu 1200 davon werden im Sonderzug anreisen. ...
http://fussball.zdf.de/ZDFsport/inhalt/3/0,5676,8363427,00.html?dr=1

DFB-Pokal, Eintracht Frankfurt - K'lautern, Intro Choreo (26.10.11, FFM)

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Eintracht Frankfurt - Kaiserslautern DFB-Pokal Pyro mit Polizeiansage

Link


Polizeieinsatz im Gästeblock-Eintracht Frankfurt vs. 1. FC Kaiserslautern - Pokal 11/12

Link


27.10.11:
... In der ersten Minute der Partie drohte die Situation innerhalb des Stadions zu eskalieren: Nachdem FCK-Fans im Gästeblock Pyrotechnik abbrannten und anschließend einen Ordner tätlich angriffen, marschierten zahlreiche Polizeibeamte auf und beruhigten die Lage. Im Laufe der Woche hatten Eintracht-Ultras in einem Internet-Blog die Lauterer verunglimpft und damit zur aufgeheizten Stimmung beigetragen. ...
http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,794260,00.html#ref=rss

28.10.11
... Doch einen Tag nach dem Pokalspiel der Frankfurter gegen den 1. FC Kaiserslautern vermischte sich in der Medienwelt auch mehrfach Dichtung und Wahrheit. ... So wurde noch am Nachmittag auf diversen Internet-Seiten reißerisch darüber berichtet, dass sich am S-Bahnhof ein Mann schwer verletzt habe, weil er vor einen einfahrenden Zug gestoßen worden sei. In der Tat gab es dieses Gerücht Stunden zuvor, doch dann bestätigte auch die Polizei, dass der Zug bereits stand, der Fußball-Anhänger beim Einsteigen ausgerutscht und zwischen Waggon und Bahnsteigkante gefallen sei. ... Auch Heribert Bruchhagen wurde Opfer einer ungenauen Berichterstattung. Der Vorstandschef der Frankfurter Eintracht wurde vom Sportinformationsdienst Deutschland (sid) so zitiert: "Beispielsweise muss darüber nachgedacht werden, dass alle Clubs keine Jahreskarten mehr an bekennende Ultras abgeben." Darauf angesprochen, fiel Bruchhagen aus allen Wolken: "Erstens rede ich nie von Ultras, sondern immer von gewaltbereiten Fans, zweitens habe ich vor mehreren Fernsehkameras genau das Gegenteil gesagt. Man müsse über die verschiedensten Möglichkeiten der Problemlösung nachdenken, denn es dürfe nicht so weit kommen, dass ganze Fangruppen ausgeschlossen würden." ...
http://www.fnp.de/fnp/sport/special-eintracht/problemfans-schrecken-die-funktion-re-auf_rmn01.c.9320419.de.html


Das Nachspiel

27.10.11:
... Brennende Blöcke, randalierende Fans: Die Bilder aus deutschen Fußballstadien sind erschütternd. Viele Experten glauben, dass der Fußball durch Ultras wieder ein Gewaltproblem hat. Doch ganz so einfach ist es nicht. ... DFB-Boss Theo Zwanziger macht es sich einfach. Er setzt Ultra-Gruppen, die in Stadien Pyrotechnik zünden, mit Hooligans gleich, die randalieren. In der "Bild"-Zeitung sagt Zwanziger: "Mit verbaler Gewalt wie Hassgesängen fängt es an, geht weiter über den gefährlichen Pyro-Einsatz bis zu direkter Gewalt. Man kann das Problem nicht allein der Polizei überlassen". ... Damit beweist Zwanziger vor allem eins: Er hat wenig Kenntniss von der deutschen Fanszene. Seine Logik: Wer vorgestern Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp als Hurensohn beschimpfte, hat gestern Pyrotechnik abgebrannt und ist heute schon ein Gewalttäter. Doch damit liegt er falsch, denn die Ursachen für die jüngsten Vorfälle könnten unterschiedlicher nicht sein. Die einen wollen den Einsatz von Pyrotechnik legalisieren - indem sie verstärkt zündeln. Die anderen setzen auf Gewalt, in Dortmund und Frankfurt etwa trugen durchgeknallte Hooligans eine inoffizielle Randale-Meisterschaft aus. ...
http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,794382,00.html

28.10.11:
... „Allein auf die Selbstreinigungskräfte der Fangruppen zu setzen, reicht offenbar nicht aus“, meint Hessens Innenminister Rhein. Deshalb soll die Polizei bei Randale härter durchgreifen. ...
http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/eintracht-frankfurt-rhein-kuendigt-nach-fan-randale-haertere-gangart-an-11509397.html

28.10.11:
... Eruptive Gewalt, Bedrohung durch Wurfgeschosse und Pyrotechnik. Wenige Täter gefährden die Masse. Die Polizei kämpft mit großem Aufwand für und gegen Fans. ...
http://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/protokoll-einer-pokalnacht-alarmstufe-rot-fussball-in-gefahr-11509722.html

31.10.11:
... Dabei gab es in den letzten Wochen durchaus Unterschiede zu beobachten, wenn es um bengalische Feuer in den deutschen Stadien ging. ZDF-Kommentator Oliver Schmidt etwa bekannte beim Länderspiel Deutschland - Belgien, er habe nichts gegen Pyrotechnik, solange sie verantwortungsvoll gehandhabt werde. Auch legten sowohl BVB-Trainer Jürgen Klopp als auch der Mainzer Manager Christian Heidel Wert darauf, zwischen dem Einsatz von Bengalos und Gewalt zu unterscheiden. ... Die komplette Abwesenheit solcher Abgrenzungen im Mainstreamjournalismus ist von der Journalistin Nicole Selmer im Blog Publikative.org gut dargelegt worden. Die Frage bleibt dennoch, was genau der Grund für die allgegenwärtige Gleichsetzung von Pyrotechnik und "schweren Ausschreitungen" ist. ... Die Behauptung der meisten Protagonisten in der Debatte lautet in etwa, es gebe "immer mehr" Fangewalt in den Stadien. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich verstieg sich gar am Wochenende in der Sportschau zu der Behauptung: "Der Fußball ist immer eine Sache für die Familie gewesen", und das solle auch so bleiben. Völlig unabhängig von der Meinung zur Pyrotechnik stimmt das so natürlich überhaupt nicht. Keineswegs waren die Stadien früher friedliche Freizeiträume für Mutter und Kind. ...
http://www.sportal.de/sportal/generated/article/fussball/2011/10/31/21038200000.html

31.10.11:
... Krisensitzung bei DFB und DFL, ein Runder Tisch im Berliner Innenministerium, die Vertreter der Frankfurter Eintracht zum Rapport bei Boris Rhein in Wiesbaden: Es tut sich etwas beim Versuch, die Problemfans im deutschen Fußball in den Griff zu bekommen. ... Ob etwas Sinnvolles dabei herauskommen wird, bezweifeln nicht nur die auf den Stehrängen beheimateten Stadion-Besucher. Hessens Innenminister hat schon populistisch ein härteres Durchgreifen der Polizei angekündigt. Toll, wenn man sich mit so vorgefertigten Meinungen an den Tisch setzt! ... Pyro im Stadion, unter Aufsicht an geeigneten Stellen abgebrannt, darf ebenso kein Tabuthema sein wie die Kennzeichnungspflicht von Polizeibeamten. Eine gut sichtbare Dienstnummer auf der Uniform könnte manche Situation entschärfen, könnte das Gefühl der Ohnmacht bei sich ungerecht behandelt fühlenden Fans verringern und so Wut vermeiden. Derzeit ist es aber eher so: Zwei Züge rasen aufeinander zu, in einem sitzen die angeblich immer Guten, im anderen die angeblich immer Bösen. Wenn da keiner bremst, droht der große Knall.
http://www.fnp.de/nnp/nachrichten/kommentare/kommentar-es-geht-nur-miteinander_rmn01.c.9329498.de.html

01.11.11
... Polizei gegen Ultras - Draufhauen statt Dialog ... Die Fronten sind verhärtet: Ultras seien für Gewalt beim Fußball, sagt die Polizei und geht immer härter gegen die Fans vor. Die fühlen sich schikaniert und reagieren mit weiteren Provokationen. Sollten die Vertreter nicht zurück an einen Tisch finden, droht die Situation zu eskalieren. ... Die Situation ist verfahren, Polizei und Ultras stehen sich unversöhnlich gegenüber, keine der beiden Gruppen möchte der anderen Rechte zubilligen. "Dabei gibt es zahlreiche Problemlösungsstrategien, die aber scheinbar ignoriert werden", sagt Gabler. Eine davon ist der Einsatz von szenekundigen Beamten, die die Ultras namentlich kennen, in ständigem Kontakt mit ihnen sind, sie auch außerhalb des Stadions ansprechen können. "Dass diese aber bei vielen Einsätzen an Spieltagen von den Zugführern der Bereitschaftspolizei nicht ernst genommen werden, ist für uns mittlerweile Alltag", sagt ein Fanbetreuer aus Gelsenkirchen. ...
http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,795107,00.html

01.11.11:
... „Woche der Gewalt“, "hässliche Fratze des Fußballs“, "so genannte Fans": In der Debatte über Gewalt bei Fußballspielen überwiegt Alarmismus. Zudem führen Vereinfacher das Wort. ... Vielleicht ist Medien-Deutschland nur auf der Suche nach der nächsten Krise. Nach Vogelgrippe, Ehec und Euro-Chaos folgt die Fußballkrawall-Krise. Die Eskalation der Gewalt sei nicht hinnehmbar, verkündete Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) und berief eine Gesprächsrunde, ach was, einen Krisengipfel ein. ... Denn die Debatte über Fußball- und Fankultur ist zu wichtig, um sie Leuten zu überlassen, die das Abbrennen von Bengalos im Stadion für ein Kapitalverbrechen halten und die Verantwortlichen mit jenen Kriminellen in einen Topf werfen, die Steine auf Polizeibeamte und gegnerische Fans werfen. Verbale Abrüstung auf allen Seiten, auch der journalistischen, täte not.
http://www.fr-online.de/sport/gewalt-im-fussball-die-krawall-krise,1472784,11086648,view,asFirstTeaser.html

02.11.11:
DFB will Pyrotechnik-Debatte per Pressemitteilung ersticken
In deutschen Stadien bleibt Pyrotechnik auch künftig verboten. Das hat der Deutsche Fußball-Bund beschlossen. Damit reagiert der Verband auch auf die Diskussion um Fangewalt, ohne jedoch mit Fanvertretern diskutiert zu haben. ... Der Deutsche Fußball-Bund geht auf Konfrontationskurs mit den Ultras. Pyrotechnik im Stadion bleibt verboten, damit sei die Diskussion um dieses Thema beendet, teilte der DFB im Anschluss an ein Gespräch des Verbands mit den Spitzen der Deutschen Fußball-Liga vom Mittwoch mit. Damit sind auch sämtliche Verhandlungen zwischen DFB und Fanorganisationen, Leuchtkörper im Stadion zuzulassen, gegenstandslos geworden. Die Funktionäre reagieren damit auf den öffentlichen Druck, der nach den Fankrawallen der Vorwoche in Dortmund und Frankfurt entstanden war. ...
http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,795480,00.html

03.11.11
... Der Plan des hessischen Innenministers Boris Rhein (CDU), gewaltbereite Fußballfans künftig bei ihren Arbeitgebern oder Schulen zu melden, stößt auf heftige Kritik bei Juristen. „Ich halte das für ganz klar unzulässig“, sagte der Frankfurter Strafrechtsanwalt Heinz-Jürgen Borowsky der Frankfurter Rundschau. Ein solches Vorgehen sei rechtlich unter gewissen Umständen allenfalls bei öffentlichen Arbeitgebern gedeckt, wenn also etwa Polizisten straffällig würden. „Bei privaten Arbeitgebern geht das nicht“, sagte Borowsky am Donnerstag. ... „Das ist eindeutig rechtswidrig“, sagte der Düsseldorfer Strafverteidiger Udo Vetter der FR. „Das Strafgesetzbuch enthält keinen Abschnitt über soziale Bloßstellung als Nebenstrafe.“ ...
http://www.fr-online.de/frankfurt/gewalt-im-fussball-petzen-als-loesung,1472798,11099678.html

02.11.11:
... DFB und Ligaverband beenden Diskussion um Pyrotechnik
Mit einer klaren Absage an Pyrotechnik, der konsequenten Zusammenarbeit mit Polizei und Justiz sowie der Gründung einer "Task Force Sicherheit" will der deutsche Fußball die Anstrengungen gegen Ausschreitungen fortsetzen. ... Zudem treten DFB und Ligaverband weiterhin für eine konsequente Ausschöpfung rechtlicher Mittel ein und bekräftigen die angekündigten Gespräche mit den verschiedenen Generalstaatsanwaltschaften. ...
http://www.dfb.de/index.php?id=500014&tx_dfbnews_pi1[showUid]=29825&tx_dfbnews_pi4[cat]=121

04.11.11
... Matthias Stein, Leiter des Fanprojektes in Jena, über den repressiven Kurs von Fußball-Funktionären und Polizei. "Die Ultra-Gruppierungen fühlen sich diffamiert", sagt er und warnt vor einer Eskalation der Gewalt. ...
http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=le&dig=2011%2F11%2F04%2Fa0111&cHash=a2d25ca965

04.11.11:
... Die Entwicklungen der letzten Wochen bereiten uns große Sorgen. War es der Kampagne und den Vertretern der Verbände noch im Frühjahr gelungen, offensichtlich konstruktiv gemeinsam am Tisch zu sitzen, hat sich die Verbands-Seite weiter denn je von diesem Tisch entfernt. ...
Die aktuelle Veröffentlichung des DFB verwundert wenig, ebenso der Wortlaut des vom DFB in Auftrag gegebenen Rechtsgutachten. Aber: Die Schärfe und die neuerliche Hetzjagd auf Fussballfans sind erschreckend. Desweiteren registrieren wir erstaunt Formulierungen wie "Geister-Debatten". Worüber, wenn nicht über den legalen und verantwortungsvollen Umgang mit Pyrotechnik, wurde in drei Treffen in der DFB-Zentrale jeweils mehrere Stunden hinweg gesprochen? Verleugnet die Verbands-Seite jetzt nicht nur die Absprachen untereinandern, sondern sogar die Gespräche? ...
Wir werden als Kampagne trotzdem weiter an unseren Zielen arbeiten, da wir um die generelle Genehmigungsfähigkeit wissen, und weiterhin die Meinung vertreten, dass wir eine Lösung nur gemeinsam erarbeiten können. Wir fordern daher die Verbände auf, ihren Platz am runden Tisch wieder einzunehmen und unabhängig vom derzeitigen Hype sachlich und konstruktiv weiter an einer seriösen Lösung zu arbeiten.
http://www.pyrotechnik-legalisieren.de/blog/start-1-47.html#neuigkeiten

05.11.11
... Fanbeauftragte äußern sich zur Gewalt-Diskussion ... In den letzten Tagen und Wochen wurde die Berichterstattung aufgrund einer gestiegenen Anzahl von einzelnen, nicht tolerierbaren Ausschreitungen, immer hysterischer. Nun hat sich sogar das Innenministerium zu Wort gemeldet und will den Fußball und seine Fans befrieden. Uns als Fanbeauftragte hat aber bislang noch niemand gefragt, lediglich kurze Sätze, schnelle Erklärungen sind in den meisten Medien in diesen Tagen gefragt. Dafür stehen wir aber nicht zur Verfügung, komplexe Probleme werden nicht durch einfache Antworten gelöst. ... Andere Länder haben es negativ vorgemacht, wohin der Weg führt, wenn man Entscheidungen fällt, ohne die Fans einzubeziehen, ohne ihnen die Chance zu geben, sich positiv einzubringen. Wir Fanbeauftragte fühlen uns zurzeit regelrecht übergangen, in den Vereinen wird mit uns geredet, auf Verbandsebene scheinen die Praktiker aber weniger gefragt zu sein. Die Vereine sind durch die gestrigen Erklärungen entmündigt worden, eine Diskussion findet nicht mehr statt. Das lässt uns mindestens ratlos zurück. ...
http://www.stadionwelt-fans.de/index.php?head=Fanbeauftragte-aussern-sich-zur-Gewalt-Diskussion&folder=sites&site=news_detail&news_id=4601

09.11.11:
... Feuer im Stadion? Nein! Pyrotechnik bleibt im deutschen Fußball verboten, so das klare Statement des DFB. Doch SPIEGEL ONLINE liegen Protokolle vor, die zeigen, dass Verbandsvertreter bei Verhandlungen mit den Ultras eine Erlaubnis in Erwägung zogen. Jetzt gerät der Verband in Erklärungsnot. ... Hätten die Verbände früher erklärt, dass es keine Möglichkeit für das legale Abbrennen der äußerst gefährlichen Pyrotechnik geben kann, wäre es vielleicht nie zu den Vorfällen während der zweiten DFB-Pokal-Runde im Oktober gekommen, als unter anderem Dresdner Ultras beim Auswärtsspiel in Dortmund mehrfach Bengalos abbrannten. Und die Ereignisse hätten nie dazu geführt, dass nun in Deutschland fast nur noch darüber diskutiert wird, wie restriktiv die Strafen für zündelnde Ultras demnächst ausfallen sollen. Dass das Verhältnis zwischen ihnen und dem DFB in naher Zukunft gekittet werden könnte, scheint ausgeschlossen: "Nach den Lügen gibt es für uns keine Gesprächsbasis mehr", sagt ein Münchner Ultra. ...
http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,796667,00.html

11.11.11:
... Dynamo Dresden will zur Verhinderung von Fan-Krawallen bei Risikospielen außerhalb Dresdens nur noch personalisierte Tickets vergeben. Darauf verständigten sich am Freitag der sächsische Innenminister Markus Ulbig (CDU) und Vertreter des Vereins bei einem Spitzentreffen in der sächsischen Elbmetropole. Ulbig und Dynamo-Präsident Andreas Ritter wollen zudem Stadionverbote konsequenter ausnutzen sowie aktenkundige Randalierer mit Meldeauflagen versehen. ...
http://www.kicker.de/news/fussball/2bundesliga/startseite/560522/artikel_dynamo-plant-einfuehrung-personalisierter-tickets.html

14.11.11:
... Viele Probleme, null Lösungen ... Stadionausschlüsse, Spielabsagen, Alkoholverbote: Um die Gewalt im deutschen Fußball einzudämmen, präsentieren Politiker restriktive Ideen. Die Fans bleiben in der Debatte außen vor - und selbst einige Clubchefs haben Zweifel an der Wirksamkeit solcher Maßnahmen. ... Michael Gabriel von der Koordinierungsstelle Fanprojekte, die Fanprojekte in ganz Deutschland berät und die ebenfalls am Runden Tisch teilnimmt, warnt allerdings vor undifferenzierten Maßnahmen und Sanktionen, "die wie eine Gießkanne alle treffen, auch Unschuldige. Dann würde man viel mehr Fans gegen sich haben und nicht die isolieren, die wir isolieren müssen." Abgesehen von Gabriel sitzt allerdings kein Vertreter der Anhänger mit am Tisch. Daher sagt Philipp Markhardt, Sprecher der Initiative Pro Fans: "Ein Runder Tisch, der keiner ist und an dem über anstatt mit Fans gesprochen wird, hat aus unserer Sicht keinen Wert. Nur im Dialog wird man Verbesserungen erreichen." ... Daher plädiert Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge dafür, insbesondere mit den Ultras das Gespräch zu suchen und sagt: "Kommunikation ist besser als drakonische Strafe." ...
http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,796755,00.html

14.11.11:
... Ein Durchbruch sieht anders aus: Beim Runden Tisch zum Thema Gewalt im Fußball gab es kaum konkrete Ergebnisse. Der DFB kündigte die Einrichtung einer Task Force an und sicherte der Polizei zu, dass der 1. Mai künftig spielfrei sein soll. Zudem soll es nun doch wieder Dialoge mit den Fans geben. ... Die Ergebnisse der Expertenrunde sind überschaubar bis kurios. So kündigten die Verbände nach dem Runden Tisch an, dass es auch im Jahr 2012 am 1. Mai keine Fußballspiele in den deutschen Profiligen geben werde. Darauf verständigten sich die Spitzen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), der Deutschen Fußball Liga (DFL) und des Bundesinnenministeriums im Rahmen des großen Sicherheitsgipfels am Montag in Berlin. ...
http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,797663,00.html

Fortsetzung folgt ... mit Sicherheit!!!

----------

26.11.11:
... Der Richterspruch gegen Dynamo Dresden ist heftig: Wegen Ausschreitungen gewaltbereiter Fußball-Fans wird der Verein für die kommende Saison aus dem DFB-Pokal ausgeschlossen. Das Urteil trifft einen Verein, dessen Fan-Arbeit seit Jahren als durchaus beispielhaft gilt. ... weil Millionen entsetzter Zuschauer die Liveübertragung der Geschehnisse verfolgt hatten. Ständig waren am 25. Oktober Böller und Pyrotechnik gezündet worden, das Spiel musste mehrfach unterbrochen werden. 200 Sitze wurden aus ihrer Verankerung gerissen, es entstand ein Sachschaden von rund 100.000 Euro. Zwei Polizisten und fünf Ordner wurden verletzt. Doch auch diesmal, so hat es den Anschein, ist der Richterspruch vor allem ein Ausdruck der Hilflosigkeit. ... Michael Gabriel, Leiter der deutschen Fanprojekte, sagte der Berliner Zeitung: „An diesem Beispiel kann man die Grenzen dieser Art der Gerichtsbarkeit erkennen, wenn mit Dynamo Dresden ein Verein bestraft wird, der sich seit Jahren intensiv und nachvollziehbar bemüht, die Dinge in den Griff zu bekommen – und dem auch vom Gericht attestiert wird, rund um das Spiel in Dortmund keine Fehler gemacht zu haben.“ ...
http://www.fr-online.de/sport/fussballgewalt-sehnsucht-nach-haerte,1472784,11219776.html

26.11.11
... Das Dresdner Fußballmuseum hat als Reaktion auf den Pokal-Ausschluss für Zweitligist Dynamo Dresden die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) für beendet erklärt. ...
http://sport.t-online.de/dresdner-fussballmuseum-beendet-dfb-kooperation/id_51801812/index

28.11.11:
... Feste drauf! Jetzt wird durchgegriffen. Mit harter Hand soll das Problem im Nordosten unserer Republik gelöst werden. Immer diese ostdeutschen Problemkinder! Gespräche? Wozu? Ein Kind, das freidreht, bekommt Stubenarrest. Basta! Die SG Dynamo Dresden wird aus dem DFB-Pokal verbannt. So einfach ist das! Hm ja, nur das Problem ist: Das weggesperrte Kind wird noch bockiger. Und das Problem bei Dynamo Dresden wird auch kein bisschen kleiner werden. Ganz im Gegenteil. Gut möglich, dass der Riss durch die Republik noch tiefer wird. Klubs in der Region Nordost und der DFB in Frankfurt am Main. Eine Sache für sich. ...
http://www.turus.net/sport/6617-dresden-und-rostock-immer-auf-die-schmuddelkinder-des-ostens.html

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08.12.11
... Hat DFB die Pyro-Befürworter getäuscht? ... Das Aktionsbündnis "Pyrotechnik legalisieren" wirft dem Verband vor, ein Gutachten falsch wiedergegeben zu haben. ...
http://www.fnp.de/fnp/sport/special-eintracht/hat-dfb-die-pyrobefuerworter-get-uscht_rmn01.c.9429142.de.html

03.02.12
... In der anhaltenden Diskussion um die Nutzung von Pyrotechnik in deutschen Stadien hat sich nun Union Berlins Präsident Dirk Zingler für eine Legalisierung ausgesprochen. Dabei zeigt er Unverständnis für das Vorgehen Verbände. ... Mitte Januar sprach sich im ZDF Sportstudio auch Bayern-Präsident Uli Hoeneß für das legale Abbrennen von Pyrotechnik aus. „Ich bin morgen dabei, dass man einen Sektor schafft, wenn das vom Staat genehmigt ist, wenn man sich nicht im strafrechtlichen Bereich bewegt“, sagte Hoeneß gegenüber dem ZDF. ...
http://www.stadionwelt-fans.de/index.php?head=Union-Prasident-fuer-Legalisierung-von-Pyrotechnik&folder=sites&site=news_detail&news_id=4841

08.02.12
... Die letzte Fan-Umfrage lieferte ein deutliches Ergebnis. Rund 79% der Stadionwelt-Leserschaft bewertete den DFB-Pokal-Ausschluss von Dynamo Dresden und den angedrohten Sponsorenausstieg beim FC Hansa Rostock als überzogene Reaktionen. ...
http://www.stadionwelt-fans.de/index.php?head=Mehrheit-der-Leser-sieht-Reaktionen-als-ueberzogen-an&folder=sites&site=news_detail&news_id=4851

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23.02.2012
... Das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat in der mündlichen Verhandlung in Frankfurt das Strafmaß gegen den Verein Dynamo Dresden geändert. Das Bundesgericht verurteilte den Verein dazu, das Heimspiel in der 2. Bundesliga am 11. März 2012 gegen den FC Ingolstadt unter Ausschluss der Öffentlichkeit auszutragen. ... Dynamo Dresden wurde zusätzlich mit einem Ausschluss seiner Anhänger für das Auswärtsspiel in der 2. Bundesliga am 16. März bei Eintracht Frankfurt belegt. ... Außerdem wird Dynamo Dresden mit einer Geldstrafe in Höhe von 100.000 Euro zu Gunsten einer gemeinnützigen Organisation des DFB/der DFL belegt. ...
http://www.dfb.de/index.php?id=500014&tx_dfbnews_pi1[showUid]=31471&tx_dfbnews_pi4[cat]=145

... Die SG Dynamo Dresden hat eine Aufhebung des Ausschlusses aus dem DFB-Vereinspokals erwirkt. Das Bundesgericht des DFB wandelte die ursprüngliche Sanktion in eine Geldstrafe, einem Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit sowie einer Auswärtssperre für eine Partie um. ...
http://www.stadionwelt-fans.de/index.php?head=Dresden-kippt-Pokalausschluss&folder=sites&site=news_detail&news_id=4888


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BeitragVerfasst am: 29.11.2011, 19:44    Titel: 13.08.2011 - Die Schall-Attacke von Hoffenheim Antworten mit Zitat
Die Schall-Attacke von Hoffenheim
13.08.2011 - 1899 Hoffenheim - Borussia Dortmund

Hoppenheim-BVB Hochfrequenztöne

Link


Störgeräusche gegen BVB-Block

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Störgeräusche in Hoffenheim, hörbar auf Block C, ca. 50 Meter vom Gästeblock entfernt.

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15.08.11
... Hoffenheim-Mitarbeiter gesteht Akustik-Attacke ... Er wollte Schmähgesänge gegen Hoffenheim-Mäzen Hopp unterbinden: Ein Mitarbeiter des Vereins hat gestanden, die Dortmund-Fans per Störsender ausgepiept zu haben. ...
http://www.zeit.de/sport/2011-08/hoffenheim-dortmund-gestaendnis

... Hoffenheim entschuldigt sich bei BVB-Fans ... In die so genannte Akustik-Attacken-Affäre während der Partie zwischen 1899 Hoffenheim und Borussia Dortmund kam am Montagabend nochmals Bewegung. Wie die Kraichgauer in einer Pressemitteilung bekanntgaben, soll ein Mitarbeiter ohne Wissen der Klubführung eine entsprechende Apparatur angebracht haben. ...
http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/556527/artikel_hoffenheim-entschuldigt-sich-bei-bvb-fans.html

... Während des Bundesliga-Spiels wurde in Hoffenheim ein hochfrequenter, mobiler Lautsprecher eingesetzt, um den Dortmunder Fanblock an Anti-Hopp-Gesängen zu hindern. ...
http://www.sueddeutsche.de/sport/mit-lautsprecher-gegen-bvb-fans-in-hoffenheim-gibts-was-auf-die-ohren-1.1131415

16.08.11
... Bei der Hoffenheimer Hochfrequenz-Attacke gegen BVB-Anhänger waren Polizei und Ordnungsdienst offenbar eingeweiht. ... Seltsamer Lärm bis an die Schmerzgrenze im Gästeblock bei der Bundesligapartie zwischen der TSG Hoffenheim und Borussia Dortmund am Samstag. Dieser kam allerdings nicht nur von den zahlreichen Dortmunder Fans, sondern auch aus einer seltsam anmutenden Apparatur, die sich unterhalb deren Tribünenbereich befand. Wenn der BVB-Anhang den Hoffenheimer Mäzen Dietmar Hopp in Sprechchören oder Gesängen mit Schmähungen bedachte, erklang ein schriller Signalton. Zumindest ein BVB-Fan will körperliche Schäden davongetragen haben, er hat Strafanzeige gestellt. ...
http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/polizei-vor-schall-attacke-gegen-bvb-fans-offenbar-eingeweiht-id4968730.html

16.08.11
... Vor allem in den Momenten, in denen die Dortmunder Schmähgesänge wie „Sohn einer Hure“ auf Hoffenheims Klubmäzen Dietmar Hopp anstimmten, gab es den Hochfrequenzton. „Wer mich 90 Minuten lang permanent beleidigt, sollte nicht so empfindlich reagieren. Wenn die BVB-Fans Anzeige erstatten, dann müsste ich 200 Anzeigen wegen Beleidigung erstatten“, sagte Hopp der „Rhein-Neckar-Zeitung“. Eine Äußerung, die zur gewachsenen Abneigung zwischen ihm und den Dortmunder Fans passt. Vor drei Jahren hielt ein BVB-Fan während des Spiels ein Plakat mit Hopp in einem Fadenkreuz und der Aufschrift „Hasta La Vista Hopp“ hoch. Der Deutsche Fußball-Bund mit seinem Präsidenten Theo Zwanziger kündigte wegen dieser Aktion damals an, Vereine mit auffälligen Fans hart zu bestrafen und löste bei vielen Fans damit Verwunderung aus; Zwanzigers Freundschaft mit dem unbeliebten Großmäzen führte zu Protesten wegen der offensichtlichen Sonderbehandlung Hopps. ...
http://www.tagesspiegel.de/sport/hoffenheim-berichtet-von-vier-schall-attacken/4501446.html

... Die Geschichte, die man aus Hoffenheim hört, klingt im ersten Moment wie ein Fall fürs Satiremagazin. Ein Hausmeister im einsamen Kampf gegen einen Fan-Block? Aber so einfach ist das nicht. Und so witzig schon gar nicht. Die Methode, tausende BVB-Fans durch schrille Schallgeräusche übertönen zu wollen, ist nicht akzeptabel. Sie wird auch nicht besser, sollte es sich tatsächlich um den Alleingang eines Hausmeisters handeln. ...
http://www.derwesten.de/sport/fussball/bvb/warum-der-bvb-nach-der-schall-attacke-schweigt-id4968132.html

17.08.11
... 1,30 Meter groß, rollbar und mit 60 Metern Kabel ans Stromnetz angeschlossen: 1899 Hoffenheim bestreitet zwar weiterhin die Mitwisserschaft an der Lautsprecher-Aktion gegen Dortmunder Fans, gibt jedoch zu, dass die ominöse Schallanlage bereits in der vergangenen Saison zum Einsatz kam. Fanvertreter klagen den Klub und seine Angestellten weiter massiv an. ... Unter dem Druck der Ereignisse hat die TSG Hoffenheim inzwischen auch auf ihrer Homepage eingestanden, dass die Akustik-Anlage bereits in der vergangenen Saison im Hoffenheimer Stadion jeweils unter dem Gästeblock positioniert worden war, und zwar bei Spielen gegen Mainz 05, Eintracht Frankfurt und den 1. FC Köln. Wie bei Borussia Dortmund sind auch die Anhänger von Mainz, Frankfurt und Köln als besonders aggressiv und kritisch gegenüber Hoffenheims Geldgeber, dem SAP-Mitbegründer und Milliardär Dietmar Hopp bekannt. ...
http://www.sueddeutsche.de/sport/schall-attacke-gegen-bvb-fans-der-lautsprecher-wurde-verhaftet-1.1131829

07.09.11
... 1899 Hoffenheim hängt weiter am Tropf von Dietmar Hopp: Wie verspätet bekannt wurde, hat der Klub in der Saison 2009/10 einen Verlust in Höhe von 30 Millionen Euro verzeichnet. ... http://www.spox.com/de/sport/fussball/bundesliga/1109/News/1899-hoffenheim-verlust-30-millionen-euro-ausgleich-dietmar-hopp-spielergehaelter-gesteigen.html

11.10.11
... Das Paradebeispiel in der Bundesliga schlechthin ist derzeit Dietmar Hopp mit seinem künstlich gepäppelten Verein TSG Hoffenheim, die 100 Jahre ihr Dasein als Dorfverein fristete, bis sich der Gründer von SAP nach dem Scheitern diverser anderer Projekte in Mannheim und Heidelberg an seinen Jugendverein erinnerte und diesen mit beträchtlichen Zuschüssen von der Bezirksliga in die erste Bundesliga pimpte. Einhergehend war dabei die Umbenennung von TSG in 1899 Hoffenheim, um die langjährige Tradition zu unterstreichen. Dass dabei der traditionsreiche Name auf der Strecke blieb, scheint ein Treppenwitz der Geschichte. ... Auf 240 Millionen Euro bezifferte Spiegel-Online im Januar die Summe, die Hopp bislang der TSG zugebuttert hat. ...
http://www.beveswelt.de/?p=4605

19.11.11
... Vor drei Monaten wurden Dortmunds Fans im Stadion der TSG Hoffenheim akustisch belästigt – bestraft wurden bisher weder die beiden Täter noch der Verein. Warum nicht? ... Bei Heimspielen gegen den FSV Mainz 05, Eintracht Frankfurt und den 1. FC Köln beschossen der Stadionhausmeister und sein Komplize die gegnerischen Fans mit Hochfrequenztönen aus einer Schallkanone. Erst Dortmunder Fans konnten bei ihrem Besuch die beiden Unruhestifter überführen und brachten den Fall Mitte August schließlich zur Anzeige. ... Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen zwei Privatpersonen als Täter, der DFB- Kontrollausschuss gegen den ausrichtenden Verein der betroffenen Bundesligaspiele, die TSG Hoffenheim. Aus der DFB-Zentrale werden Telefonanrufe zu diesem Thema freundlich abgewehrt, bitte schreiben Sie doch eine E-Mail, heißt es von dort. Und auf eine E-Mail hin erhält man die Antwort: Kein Kommentar während eines laufenden Verfahrens! Aber was hat die TSG als Strafe zu erwarten? – Kein Kommentar! ... Und in Hoffenheim? Nimmt alles seinen gewohnten Gang. Sogar für den Hausmeister, der von Vereinsseite kein Stadionverbot, keine Beurlaubung, keine Strafe bekam. Alles wie immer. Und so müssen auch Schmähgesänge von Gästefans im Kraichgau wieder ertragen werden – wie in jener Zeit, als noch niemand etwas von Schallkanonen gehört hatte. ...
http://www.tagesspiegel.de/sport/lange-nichts-gehoert/5866520.html

----

13.12.2011
... Die Akustik-Attacke eines Mitarbeiters des Fußball-Bundesligisten 1899 Hoffenheim gegen Fans von Borussia Dortmund hat keine strafrechtlichen Folgen. ...
http://www.focus.de/sport/fussball/bundesliga1/bundesliga-akustik-attacke-ermittlungen-eingestellt_aid_693792.html

14.12.2011
... "Wir sind erleichtert und froh. Ich hoffe, dass es eine Lehre für diejenigen ist, die uns vorschnell verurteilt haben", erklärte Dietmar Hopp. Von gegnerischen Fans, aber auch in Medien waren absurde Behauptungen aufgestellt worden. Hoffenheim wurde in die Nähe von Guantanamo gebracht, als autoritäres System dargestellt, das mit folterähnlichen Methoden Andersdenkende zum Schweigen bringen will. ... Der Geschäftsführer versicherte nochmals, dass die Führungsebene nicht informiert gewesen sein, dass es sich um eine "Art Notwehr" des Hausmeisters gehandelt habe, der sehr unter den Pöbeleien gegen Hopp gelitten habe. ...
http://www.rnz.de//1899Hoffenheim/00_20111214073426_Viel_Laerm_um_nichts_.html

... Fünf Zeilen war der Presseabteilung der Heidelberger Staatsanwaltschaft die Erkenntnis wert, dass ein Lärmgutachten zweifelsfrei festgestellt hätte, dass durch die Schallkanone des Hoffenheimer Stadionhausmeisters zu keiner Zeit Gefahr für Leib und Leben bestanden hätte. Erreiche sie doch maximal einen Pegel von 90 Dezibel, in einem Stadion herrschten aber normalerweise mehr als 100 Dezibel. Das Verfahren sei deshalb wegen „erwiesener Unschuld“ einzustellen. ...
http://www.5-freunde-im-abseits.de/2011/12/14/schallaffaire-freiheit-fuer-hoffenheim/

... Fans und Vereine aller Länder, vereinigt euch und packt die Lautsprecher aus! Überzieht die Gästeblöcke mit Hup-, Piep-, Brummtönen! Die Staatsanwaltschaft Heidelberg erteilt die Erlaubnis: Man darf gegnerische Fans beschallen, wie man lustig ist – nur nicht lauter als mit 90 Dezibel. ... Zumindest scheint das Handeln des Hausmeisters zum Hoffenheimer Weltbild zu passen, wo man sich von Sprechchören verfolgt fühlt. Doch im Stadion gilt wie überall im Land noch freie Meinungsäußerung, wenn sie keinen strafbaren Inhalt hat. Aber nach der Hoffenheimer Logik kann jeder Arbeitnehmer in Notwehr seine Bürokollegen mit einer selbst gebauten Hupe übertönen – Hauptsache, sie ist nicht zu laut. ...
http://www.tagesspiegel.de/sport/holt-die-hupen-raus/5960702.html

... Wir haben Gutachter ... und den Ersten Heidelberger Staatsanwalt ... zum Gutachten und zur Einstellung des Verfahrens befragt. ... Stimmten Aufstellort und Gerät exakt mit denen am Spieltag überein, kann man dem Urteil von Gutachter und Staatsanwaltschaft auch als Laie zustimmen – auch wenn die Vielzahl der geschilderten körperlichen Symptome von anwesenden Fans kaum damit in Einklang zu bringen sind. Hier bleiben zumindest Fragen offen, immerhin kommt es nicht jeden Spieltag im Block zu Hörstürzen. ... Fast wirkt es, als habe der Fall „Soundgate“ gerade erst begonnen. ...
http://www.schwatzgelb.de/2011-12-16_im-fokus_ermittlungen-eingestellt-jetzt-wirds-erst-richtig-spannend.html


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BeitragVerfasst am: 22.12.2011, 15:11    Titel: Polizei, Ordner und Pfefferspray Antworten mit Zitat
19.11.11 Union Berlin - Fortuna Düsseldorf

21.11.2011
... Nach wenigen Minuten war der Rauch zwar verflogen, doch die Berliner Ordner sorgten im Anschluss für einen Eklat: Sie stürmten den Block, zettelten eine Schlägerei mit den Fans an und setzten dabei sogar Pfefferspray ein. Einige Fortuna-Anhänger wurden verletzt. Sogar eine Polizistin wurde von einer Ladung Pferfferspray getroffen. ...
http://www.rp-online.de/region-duesseldorf/duesseldorf/fortuna/fortuna-fans-sind-sauer-auf-union-ordner-1.2612681

13.12.2011
Pfefferspray gefährlicher als Pyrotechnik? ... Die Ultras Düsseldorf kritisieren den Ordnereinsatz in der alten Försterei am 19.11.2011. Dort stürmten Ordner nach dem Einsatz von Pyrotechnik den Gästeblock, der mit Düsseldorfer Fans voll besetzt war. Die Ultras fragen ob ein solcher Einsatz wirklich der Sicherheit dient und nicht eigentlich ein größeres Risiko ist, als Pyrotechnik selbst. ...
http://www.stadionwelt-fans.de/index.php?head=Pfefferspray-gefahrlicher-als-Pyrotechnik&folder=sites&site=news_detail&news_id=4712

... Und wie lautet eure Antwort? Eskalation. Ja spitze, danke für´s Gespräch. So kommt man weiter.
Aber weiterkommen wollt ihr ja gar nicht. Euch passt es ja genau so, wie es ist. Ihr wisst genau, dass wir uns Pyro nicht nehmen lassen. Und ihr wisst auch, dass ihr damit gut leben und immer wieder die große Moralkeule schwingen könnt. Und zwar alle beieinander.
Die Polizei, weil sie dadurch über ihre Schreihälse Marke „Der Wendt“ ihre Truppenstärke (a.k.a. Arbeitsplätze) legitimiert und schön dafür trainieren kann, wenn es hier auf den Straßen mal so richtig rund geht.
Die Fight-Club-Ordner, weil sie es zu einem Großteil genießen, einem mal so richtig die Schnauze zu polieren, ohne wirklich juristisch belangt zu werden. Selbiges ist auch in zahlreichen Hundertschaften nicht gerade unbekannt.
Die Medien, weil sie mit reißerischen Storys, Baller-Überschriften und Fotos von Bullenhelmen oder brennen Kurven ihre Auflagen steigern.
Die Verbände, weil sie dadurch ein immer wieder aktuelles Druckmittel und vermeintliche Argumente haben, die Repressionsschraube enger drehen zu dürfen.
Und das alles angeblich aus Gründen der Sicherheit. ...
http://www.ultrasdüsseldorf.de/stellungnahme-zu-den-vorfallen-in-berlin/
( Link in die Adresszeile kopieren, dann funktionierts auch mit ü ! Winken )


03.12.11 Eintracht Frankfurt - Karlsruher SC

06.12.2011
... Pfeffersprayeinsatz in voll besetztem Fanblock ... Ultra 1894 Karlsruhe, ein Zusammenschluss mehrerer Ultragruppen beim KSC, kritisiert den Polizeieinsatz im Gästeblock von Frankfurt, wo die Polizei mit Pfefferspray gegen KSC-Fans vorging. Die Ultras werfen der Polizei dabei versuchte Tötung vor und auch die Knochenbrüche eines zwölfjährigen Jungen schreiben die Fans der Polizei zu. ...
http://www.stadionwelt-fans.de/index.php?head=Pfeffersprayeinsatz-in-voll-besetztem-Fanblock&folder=sites&site=news_detail&news_id=4692

08.12.11
... KSC-Fans erheben schwere Vorwürfe gegen die Sicherheitskräfte ... Rund 100 Besucher des Spiels der Eintracht gegen Karlsruhe sind verletzt worden. Der Polizei war dies keine Erwähnung wert. ...
http://www.fnp.de/fnp/sport/special-eintracht/polizei-im-zwielicht_rmn01.c.9427171.de.html

09.12.2011
... Kennzeichnungspflicht nach Pfeffersprayeinsatz gefordert ...Nachdem Bericht von Ultra 1894 zum Pfeffersprayeinsatz im Frankfurter Gästeblock melden sich nun die Supporters Karlsruhe zu Wort und werfen einige Fragen an die Polizei und Ordnungsdienst auf. Abschließend fordern sie Aufklärung des Einsatzes und Kennzeichnungspflicht für Polizisten. ...
http://www.stadionwelt-fans.de/index.php?head=Kennzeichnungspflicht-nach-Pfeffersprayeinsatz-gefordert&folder=sites&site=news_detail&news_id=4706


03.12.11 Chemnitzer FC - Wacker Burghausen

06.12.11
... Die Burghauser Fanszene erhebt schwere Vorwürfe gegen die Chemnitzer Security und es wurde bereits Strafanzeige gestellt. So sollen auch Frauen und Jugendliche geschlagen worden sein. Erhebliche Gesichtsverletzungen bis hin zum Nasenbeinbruch und eingeschlagene Zähne waren die Folge. Ordner sollen den Polizeibeamten rassistische Äußerungen in Bezug auf die Fans zugerufen haben. ...
http://www.wochenblatt.de/nachrichten/altoetting/regionales/SV-Wacker-Chemnitz-Ordungsdienst-Polizei-Verletzte-Video-youtube;art22,81363

07.12.2011
... Polizeikritische Fahne löst Eskalation aus ... Die Fanszene von Wacker Burghausen beklagt einen überharten Ordner- und Polizeieinsatz vom vergangenen Wochenende in Chemnitz, wo die Diskussion um die Erlaubnis einer Fahne mit der Aufschrift „Polizeigewalt stoppen“ eskalierte. Die Wacker Fans wollen zudem antisemitische Sprüche vom Ordnungsdienst vernommen haben. ...
http://www.stadionwelt-fans.de/index.php?head=Polizeikritische-Fahne-loest-Eskalation-aus&folder=sites&site=news_detail&news_id=4695

16.12.2011
... Beim Auswärtsspiel von Wacker Burghausen in Chemnitz kam es zu einem Ordner- und Polizeieinsatz gegen Fans aus Burghausen. Florian Hahn, Geschäftsführer des Clubs wendet sich nun mit einem offenen Brief an den DFB und fordert eine lückenlose Aufklärung der Ereignisse. ...
http://www.stadionwelt-fans.de/index.php?head=Wacker-Burghausen-wendet-sich-an-DFB&folder=sites&site=news_detail&news_id=4727

21.02.12
... Anzeigen gegen Wacker-Geschäftsführer Florian Hahn und Innenverteidiger Darlington Omodiagbe sowie sieben Stadionverbote für SVW-Fans - das Gastspiel der Burghauser Drittligakicker beim Chemnitzer FC hat ein böses Nachspiel. ... Beim Wacker-Anhang, aber auch bei Hahn stoßen die teils mehrjährigen Stadionverbote auf Unverständnis. Allerdings ist er gegen die Urteile des DFB machtlos. "Wir können die Verbote nicht aufheben, weil diese aufgrund von Körperverletzung und Landfriedensbruch ausgesprochen wurden", erklärt Hahn. Wäre es aus anderen Gründen gewesen, hätte es eine Möglichkeit geben können. Über Konsequenzen auf Seiten der Chemnitzer weiß er nicht viel: "Vom Verein erfahre ich wenig. Es soll ein Ordner entlassen und einer abgemahnt worden sein", so die Informationen des Geschäftsführers. ... Gegen Hahn sowie Omodiagbe wurde Anzeige gestellt. Hahn wird aufgrund seines veröffentlichten Schreibens an den DFB üble Nachrede vorgeworfen, der Innenverteidiger steht unter dem Verdacht der Volksverhetzung. "Omo hat behauptet, dass er rassistisch beleidigt worden ist. Alle Ordner wurden befragt, aber von denen will keiner was gehört haben. Die haben sich alle richtig solidarisiert", schimpft Hahn. Die beiden wollen sich nun erstmal anwaltlich beraten lassen. ...
http://www.pnp.de/region_und_lokal/landkreis_altoetting/burghausen/348900_Stadionverbote-fuer-Wacker-Fans-Hahn-und-Omodiagbe-angezeigt.html


Zuletzt bearbeitet von drittervon5 am 22.02.2012, 14:49, insgesamt einmal bearbeitet
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BeitragVerfasst am: 22.02.2012, 14:44    Titel: Gesichtsscanner gegen Hooligans Antworten mit Zitat
01.02.2012
... Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz will Gesichtsscanner in Fußballstadien einsetzen lassen. Datenschützer und Fans laufen Sturm gegen die geplanten Überwachungsmaßnahmen, der DFB dürfte über einen neuen Konflikt nicht begeistert sein. ... Der Berliner Soziologe und ehemalige Sprecher des Fanbündnisses Baff, Gerd Dembowski, ist empört von den Überwachungsplänen: "Es ist ein Armutszeugnis für jede Demokratie, wenn an solche Methoden gedacht wird." Den Ursachen des Hooliganismus komme man nicht mit "Gesichtserkennungsrobotertum" bei. Die dazu benötigten Finanzmittel sollten besser für Fachleute aufgebracht werden, die das Verhalten von Polizei und Fans analysierten und alternative Handlungsmöglichkeiten entwickelten. ... Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) begrüßt dennoch die Erprobung der Gesichtsscanner. "Ich halte das für eine sinnvolle Sache", so der Bundesvorsitzende Rainer Wendt. "Wir müssen alle rechtlichen und technischen Möglichkeiten ausschöpfen, um Schläger aus den Stadien herauszuhalten." Die Datei "Gewalttäter Sport" biete dazu eine hervorragende Grundlage. ...
http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,812581,00.html

02.02.12
... Gesichtsscanner in Fußballstadien sind nach Einschätzung von Polizisten wenig sinnvoll. Einem Medienbericht zufolge nannte ein Sprecher der Gewerkschaft der Polizei die Idee aus der CDU "Irrsinn". ...
http://www.derwesten.de/panorama/polizeigewerkschaft-gegen-gesichtsscanner-in-fussballstadien-id6307803.html

03.02.12
... Der Vorschlag von Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Caffier, Gesichtsscanner zur Fan-Überwachung einzusetzen, wird breit abgelehnt. Liga-Präsident Reinhard Rauball spricht von einer "neuen negativen Qualität". Selbst die Polizei kann der Idee wenig abgewinnen. ... Es ist einer der seltenen Momente, in denen sich die DFL-Verantwortlichen schon fast demonstrativ vor die Fans stellen: "Die Liga tritt für den Erhalt der bestehenden Fankultur in Deutschland ein. Diese darf weder durch Repression noch durch widerrechtliche Handlungen der Fanszenen gefährdet werden." ... Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Fan-Projekte nannte den Vorschlag des CDU-Politikers "puren Populismus" und "völlig sinnlos". Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte Sprecher Matthias Stein: "Das wäre ein Schritt auf dem Weg zu einem Polizei- und Überwachungsstaat." Damit würden alle Stadionbesucher unter Generalverdacht gestellt. ...
http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,812946,00.html

08.02.2012
... Bundestagsanhörung zu Fangewalt ... Wenn Politik auf Wirklichkeit trifft: Der Sportausschuss des Bundestags hat sich mit einer großen Anhörung über die Gewalt in den Fußballstadien informiert. Die Politiker lernten dabei, dass Stadionverbote für manche Leute eine Auszeichnung sind - und Law-and-Order-Rezepte wenig bringen. ... Witthaut machte sich vielmehr für ein flächendeckendes Alkoholverbot im öffentlichen Nahverkehr rund um die Stadien stark, Stadionverbote müssten viel konsequenter umgesetzt werden, mahnte er an, die Justiz müsse weit energischer durchgreifen. ... Während sein Kollege von der Bereitschaftspolizei, Jürgen Schubert, ausführlich darüber nachdachte, welchen Aufwand es bedeuten würde, 60.000 Zuschauer Woche für Woche per Gesichtsscanner zu durchleuchten - "ich hab das mal durchgespielt, wir würden sechs Stunden benötigen" ...
http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,814148,00.html
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BeitragVerfasst am: 18.05.2012, 12:37    Titel: 15.05.12 - Fortuna Düsseldorf - Hertha BSC Berlin Antworten mit Zitat






... Das Relegationsspiel zwischen Hertha BSC und Fortuna Düsseldorf mutiert zum Skandalspiel: Kurz vor Schluss stürmen Fans den Platz. Nach dem 2:2 ist Hertha zwar abgestiegen. Die Berliner wollen aber Protest einlegen. ... die Partie wäre beinahe mit einem Eklat zu Ende gegangen. Denn am Ende verlor dieses euphorische Publikum die Nerven, hunderte Fans stürmten noch vor dem Abpfiff den Rasen, die Partie war eine Viertelstunde lang unterbrochen, als das Feld wieder geräumt war, wollten die Berliner nicht mehr antreten, die Partie stand kurz vor dem Abbruch. ...
http://www.fr-online.de/sport/relegation-eklat-in-duesseldorf,1472784,15421060.html

... Weder Spieler, noch Ordner oder die Polizei wurden attackiert, lediglich der Elfmeterpunkt hätte um ein Haar zu früh dran glauben müssen. Ansonsten herrschte kurzzeitig ausgelassene Freude, bis der Stadionsprecher auch dem Letzten klar gemacht hatte, dass die Partie eben noch nicht abgepfiffen sei. Gewaltfrei räumten die Fans den Rasen wieder. Irre Fan-Ausschreitungen sehen irgendwie anders aus. Ein Mega-Skandal auch. Und eine Fußball-Schande ist eher das, wie der Hauptstadtklub mit der Situation umging. ... Nach wenigen Minuten hätte die Partie nämlich wieder angepfiffen werden können, wären neben der Fortuna auch die Berliner auf den Platz zurückgekehrt. Die Hertha-Kicker zogen es aber vor, sich in der Kabine zu verschanzen. Wohl wissend, dass die Chancen auf den Klassenverbleib bei einem Spielabbruch deutlich größer sein würden, als bei einer Fortsetzung der Partie, die nur noch 90 Sekunden von ihrem regulären Ende entfernt war. ...
http://www.nordbayern.de/sport/kommentar-mega-skandal-wo-eigentlich-1.2080133

... Eine Schande für den Fußball, eine Katastrophe, die Horrornacht von Düsseldorf - die meisten Medien überschlagen sich mit Superlativen, um die Ereignisse beim Relegationsspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC zu beschreiben, besser: hochzuschreiben. ... Denn nüchtern betrachtet fällt die Bilanz weit weniger dramatisch aus. Da wäre der Polizeibericht, demnach es "weder vor, während noch nach dem Spiel zu gravierenden körperlichen Auseinandersetzungen oder Gewalt" kam. Klingt eigentlich nicht nach einer Horrornacht. ... Auch die Bilder von tanzenden Kindern auf dem Rasen wollen so gar nicht zur medialen Hysterie passen. Kein Wunder, denn der Platzsturm in der 97. Spielminute war kein geplantes Werk von irgendwelchen Gewalttätern, sondern eine spontane Dummheit, die eine eigene Dynamik entwickelte, so wie es bei Massenereignissen, die für viele Menschen einen hohen emotionalen Wert haben, passieren kann. ... 2009 führte die DFL die Spiele wieder ein, um noch mehr Spannung und Emotionen zu erzeugen. Das ist gelungen, man stelle sich nur vor, die Partie hätte Fortuna Düsseldorf gegen 1. FC Köln geheißen, auch FC St. Pauli gegen HSV war über Wochen eine realistische Option. Kurzum: Wer Emotionen schürt, um ein paar weitere Live-Spiele verkaufen zu können, muss sich nicht wundern, diese Emotionen auch zu bekommen. ... Etwas mehr Gelassenheit und Realitätssinn täte allen Beteiligten gut: Wir haben gestern keine Orgie der Gewalt erlebt, sondern Fans, die sich zu einer Dummheit hinreißen ließen. Das ist etwas vollkommen anderes als brutale Schlägereien, Überfälle, bei denen Menschen schwer verletzt werden, wie zuletzt in Bremen und Bielefeld. Wer dies alles in einen Topf wirft, der macht den Fußball langfristig kaputt, denn dann werden die Arenen endgültig zu Hochsicherheitstrakten ausgebaut. Doch immer mehr Repression ist keine Lösung, auch nicht beim Fußball. ...
http://www.tagesschau.de/kommentar/kommentarrelegation100.html

... Bemerkenswert ist daher auch der Ansatz, man dürfe den “Gewalttätern” keine Bühne bieten, gleichzeitig aber mehr als eine halbe Stunde lang nur noch darüber zu spekulieren, was alles passieren könnte, so wie es der Kommentator in der ARD tat: Familien, die durch geworfene Pyros, die vom Tribünendach (!) abprallen, verletzt werden; Hertha-Spieler, die möglicherweise vom Mob spielunfähig getreten wurden, uswusf. ... Allerdings hätte man die Tatsache, dass nach dem Schlusspfiff Tausende Menschen auf dem Rasen feierten und überall Frauen und Kinder (müssen die eigentlich nicht längst ins Bett?!?) dabei waren, auch als ein Indiz dafür werten können, dass die Situation nicht der eines Bürgerkriegs glich, so wie es die Rhetorik der Kommentatoren nahelegte. Beckmann verabschiedete sich indes unbeirrt mit der Ankündigung, er müsse sich nun erst einmal von diesem Schock erholen. ...
http://www.publikative.org/2012/05/16/hurra-wir-leben-noch/

... Was in mir heute starkes Kopfschütteln ausgelöst hat, ist die Skandalisierung des Geschehens, das Aufputschen, das Angstmachen. Die Rede war von “Fußball-Schande”, immer wieder von “Ausschreitungen” und “Randale”. Wo auch immer die Schreiber das gesehen haben wollen, in Düsseldorf kann es nicht gewesen sein. ... Das, was ich sah, waren tanzende, jubelnde Fans, viele Pubertierende, sogar kleine Jungs. Niemand, der den Platz gestürmt hatte, war gewaltbereit, die Polizei berichtet heute in einer Pressemitteilung: “So kam es weder vor, während noch nach dem Spiel zu gravierenden körperlichen Auseinandersetzungen oder Gewalt.” Wenn also gewaltbereite Chaoten den Platz gestürmt haben sollen, warum kam es dann nicht zu Gewalt? Und warum verließen sie nach ein paar Minuten wieder freiwillig den Platz und entschuldigten sich unterwürfig bei Fortuna-Spielern, die sie vom Platz scheuchten? Offenbar gab es ja sogar unter den Hertha-Spielern mehr Gewaltbereitschaft als bei den Hunderten Fans auf dem Platz – oder wie anders ist der berichtete Schlag eines Spielers auf den Schiedsrichter sonst zu erklären? ...
http://www.popkulturjunkie.de/wp/?p=4795

... Eine neue Dimension der Propaganda ... Also warum dann so ein Aufriss? Nun, Kenner wissen schon längst, dass es nur noch um eines geht: Geld und Macht. Und wie bekommt die Presse das? Richtig, mit hohen Auflagen und Einschaltquoten, die durch solche schockierende Meldungen quasi von alleine entstehen. Muss da etwas wirklich Gravierendes passiert sein? Schon lange nicht mehr, was nicht real passierte, wird halt dazu gedichtet. Die Leute vorm Fernseher interessiert die Wahrheit doch eh nicht, Hauptsache sie kommen wieder ein paar Minuten raus aus ihrem tristen Leben und haben wieder ein Thema gefunden, über das sie sich köstlich das Maul zerreißen können, damit ihr eigenes Dasein endlich wieder eine Berechtigung hat. ...
http://www.sogenannte-fans.de/index.php?Section=Dies_und_Das&Id=24

... “Chaos”, “Skandal”, “Todesangst”, “Blutbad”, “Schande”. Nein, die hysterischen geschätzten Kollegen aus der deutschen Presselandschaft haben mit diesen Worten nicht die Zustände in Syrien oder die Konflikte in Ägypten beschrieben. Es geht tatsächlich und allen Ernstes um ein Fußball-Spiel, bei dem feiernde Fans eine Minute zu früh auf den Rasen gestürmt sind, um den Aufstieg ihrer Mannschaft zu feiern. Unbestritten eine dämliche Aktion, aber hier kam kein gewaltbereiter Lynchmob aufs Spielfeld, sondern normale Anhänger und sogar Familien. Das sollte man immer im Hinterkopf behalten, wenn man so drastische Worte in den Mund nimmt. ... Alles an diesem Artikel ist so unsäglich dumm und falsch, widerlich und ekelhaft, dass ich mich gar nicht weiter damit beschäftigen möchte. Oder um Exners schicke Artikeleinleitung zu zitieren: “So nicht!” ...
http://www.5-freunde-im-abseits.de/2012/05/16/depp-des-tages-ulrich-exner-von-der-welt/

... Pyrotechnik und Platzsturm zum Beispiel zählen in der medialen Öffentlichkeit zum Allerschlimmsten, was dem gemeinem Familienvater und seinem Kinde angetan werden kann. Und jedes Mal wird uns eine neue historische Qualität verkauft. ... Schon beim Endspiel um die Süddeutsche Meisterschaft 1931 wurde seitens der Anhänger der unterlegenen Bayern aus München das Feld vor dem regulären Ende gestürmt. Wer die Bilder vom Finale 1932 kennt, der weiß, das Tausende auf dem Nürnberger Rasen die Meisterschaft der Bayern feierten. Nach dem Finale 1959 tragen Fans die Spieler auf dem Rasen umher. 1998, als die Fans der Eintracht durch ein 2:2 gegen Mainz 05 schon in der 89. Minute auf das Feld flitzten, wurde die Partie vor der Zeit abgepfiffen und ein Jahr später zeigten sich die Lauternbezwinger inmitten Tausender Fans auf dem Rasen des Waldstadions. Man muss dies alles nicht toll finden – aber neu ist hierbei gar nichts. ...
http://www.beveswelt.de/?p=5486

... Neu ist eines: Pyrotechnik ist allgegenwärtig. Wenn binnen zwei Wochen fünf Mal bengalische Feuer, Rauchbomben und Böller in bislang ungekanntem Ausmaß gezündet wurden – bei der Partie Köln gegen Bayern am 34. Spieltag, dem Pokalfinale, in drei der vier Relegationsspiele – ist das kein Zufall, wie Fanvertreter betonen. „Diese Häufung liegt daran, dass die Verbände sich einem Kompromiss mit den vernünftigen Leuten verweigert haben“, glaubt Volker Körenzig vom Karlsruher Fanprojekt. Der Sozialarbeiter meint gescheiterte Gespräche zwischen DFB, DFL und der gut 100 Ultragruppen vertretenden Initiative „Pyrotechnik legalisieren“. ...
http://www.fr-online.de/sport/fan-verhalten-in-fussballstadien-die-hardliner-haben-oberwasser,1472784,16063478.html
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BeitragVerfasst am: 18.05.2012, 13:58    Titel: Antworten mit Zitat
Weiß nicht ob man gerade Fußballspiele in großen Stadien unbedingt als Beispiel für die Fehlverhalten der Polizei anführen kann.
Bei der Militalisierung so mancher Fangruppen, ich sage hier bewußt Militalisierung, ist das oft nicht leicht für die Polizei und Ordnerdienste.

Ich habe schon vor längerer Zeit beschlossen mit meinen Kindern niemals zu einem großen Vereinsfußballspiel zu gehen, ist mir schlicht zu riskant.

Irgendwie verstehe ich das ganze nicht hier in Europa.
Von der Popularität her ist American Football mit dern Fußball in Europa vergleichbar. In der NFL werden zum Teil noch größere Stadien gefüllt. Ich kann mich aber nicht an irgendwelche Ausschreitungen während eines NFL Spiels erinnern, dort kann man bedenkenlos mit seinen Kindern zu einem Spiel gehen. Warum geht das in den USA und in Europa nicht?

Sorry, ist vielleicht etwas off-topic.
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BeitragVerfasst am: 18.05.2012, 15:49    Titel: Antworten mit Zitat
Nightrat hat folgendes geschrieben:
Weiß nicht ob man gerade Fußballspiele in großen Stadien unbedingt als Beispiel für die Fehlverhalten der Polizei anführen kann.
Bei der Militalisierung so mancher Fangruppen, ich sage hier bewußt Militalisierung, ist das oft nicht leicht für die Polizei und Ordnerdienste.


Als ich diesen Thread hier eröffnet habe, war es nicht so sehr mein Ziel das Fehlverhalten der Polizei an den Pranger zu stellen, sondern vielmehr darauf hinzuweisen, das sich die >Sicherheitsmassnahmen< mehr und mehr verschärfen, obwohl ich auf der anderen Seite kein vermehrtes Auftreten von sogenannten Hooligans oder anderen Gewaltbereiten Gruppierungen feststellen kann. Wenn überhaupt möchte ich mit diesem Thread eher die Medienberichterstattung an den Pranger stellen, die ist nämlich meistens alles andere als objektiv, sondern in erster Linie >Politisch korrekt<. D.h. sofort stehen Politiker zur Verfügung, die nach härteren Sicherheitsmassnahmen und Kontrollen schreien. Meistens frage ich mich dann ob nicht das der einzige Grund ist einen Vorfall aufzublasen, damit solche Leute sich profilieren können!

Was genau Du mit >Militarisierten Fangruppen< meinst, kann ich nicht nachvollziehen? Da müsstest Du mir schon Beispiele nennen? Mit den Augen rollen
Ich hatte eigentlich gehofft mit den Beiträgen hier ein bisschen dazu beizutragen, dass man erkennen kann das nicht alles so heiss gegessen wird wie es von den Medien aufgekocht wird! Winken

Nightrat hat folgendes geschrieben:
Ich habe schon vor längerer Zeit beschlossen mit meinen Kindern niemals zu einem großen Vereinsfußballspiel zu gehen, ist mir schlicht zu riskant.


Also ich kann Dir versichern, das im Stadion weder für Dich noch für Deine Kinder ein erhöhtes Risiko für Leib und Leben besteht. Die Medien (siehe meinen letzten Beitrag zum Spiel Düsseldorf-Berlin) blasen relativ harmlose Vorkomnisse auf, sodass der Eindruck entsteht, das es grundsätzlich um Leben oder Tod ginge. Das ist aber definitiv nicht so!

Nightrat hat folgendes geschrieben:
Irgendwie verstehe ich das ganze nicht hier in Europa.
Von der Popularität her ist American Football mit dern Fußball in Europa vergleichbar. In der NFL werden zum Teil noch größere Stadien gefüllt. Ich kann mich aber nicht an irgendwelche Ausschreitungen während eines NFL Spiels erinnern, dort kann man bedenkenlos mit seinen Kindern zu einem Spiel gehen. Warum geht das in den USA und in Europa nicht?


Ich kann die Lage in anderen Europäischen Ländern nicht einschätzen. Aber wie gesagt, zumindest was ein Bundesligaspiel angeht, habe ich im Grossen und Ganzen keine Bedenken mit Kindern zum Spiel zu gehen. Sicherlich haben manche Spiele eine gewisse Brisanz, die ich nicht verharmlosen möchte und verstehe auch wenn man sich ein solches Spiel lieber im Fernsehen anguckt.

... für den Erstbesuch im Stadion mit Kindern würde ich vielleicht empfehlen Plätze zu besorgen die nicht direkt neben der Heim- bzw. Gästekurve sind, da kann man sich das Geschehen in den Kurven aus sicherer Entfernung angucken. Darüberhinaus gibt es auch in vielen Stadien Familienblöcke, nicht nur das diese Blöcke die vorher genannten Voraussetzungen erfüllen, die Karten sind auch ermässigt! Winken

Nightrat hat folgendes geschrieben:
Sorry, ist vielleicht etwas off-topic.


Nö, finde Deinen Beitrag nicht Off-Topic, Deine Bedenken gehören genau hier rein. Ausserdem habe ich mich sowieso schon gefragt, ob die Sachen hier jemand liest oder ob ich das sozusagen nur für mich dokumentiere? Sehr glücklich

P.S.: Es sei auch noch angemerkt, das der Versuch eine American Football Liga in Europa zu etablieren kläglich gescheitert ist! Sehr glücklich
Ich war noch nie bei einem American Football Spiel, habe mir aber sagen lassen, es sei mit der Stimmung eines Fussballspiels nicht vergleichbar!

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BeitragVerfasst am: 18.05.2012, 16:54    Titel: Antworten mit Zitat
drittervon5 hat folgendes geschrieben:

... Wenn überhaupt möchte ich mit diesem Thread eher die Medienberichterstattung an den Pranger stellen, die ist nämlich meistens alles andere als objektiv, sondern in erster Linie >Politisch korrekt<. D.h. sofort stehen Politiker zur Verfügung, die nach härteren Sicherheitsmassnahmen und Kontrollen schreien. Meistens frage ich mich dann ob nicht das der einzige Grund ist einen Vorfall aufzublasen, damit solche Leute sich profilieren können! ...

Was die Medienberichterstattung angeht, gebe ich dir recht. Die letzten Jahre gab es da im Journalismus sowieso generell eine bedenkliche Entwicklung. Jeder Mist wird zur Sensation aufgebauscht, da gehen oft die Relationen verloren. Glaube aber, daß das eher mit der "intellektuellen Verarmung" (stammt nicht von mir der Begriff, weiß aber nicht mehr wer ihn geprägt hat) in den Wohlstandsgesellschaften zu tun hat.

drittervon5 hat folgendes geschrieben:

...
Was genau Du mit >Militarisierten Fangruppen< meinst, kann ich nicht nachvollziehen? Da müsstest Du mir schon Beispiele nennen? Mit den Augen rollen
...

Als Österreicher denke ich da vor allem an Rapid Fangruppen. Oder in Athen gibt es da auch Clubs mit speziellen Fans, die dann auch schon mal einen "Ausflug" nach Wien machen. An die Österreichischen Fußballfans hier: Da war doch erst vor nicht allzu langer Zeit was? Oder?
Ich bin ja nicht wirklich ein Fußballfan, obwohl ich als Jugendlicher in einem Verein gespielt habe.Lachen

drittervon5 hat folgendes geschrieben:

P.S.: Ausserdem sei noch angemerkt, das der Versuch eine American Football Liga in Europa zu etablieren kläglich gescheitert ist! Sehr glücklich
Ich war noch nie bei einem American Football Spiel, habe mir aber sagen lassen, es sei mit der Stimmung eines Fussballspiels nicht vergleichbar!

P.S.: American Football hat halt keine Tradition in Europa, deshalb sind die Zuschauerzahlen gering und damit auch die Stimmung bei den Spielen. Obwohl ich habe mir erst in diesem Jahr das Match Vienna Vikings gegen die Graz Giants angeschaut. Waren nur so etwa 1000 bis 2000 Zuschauer, aber die Stimmung war nicht so schlecht.
In den USA ist die Stimmung bei einem NFL Spiel, oder sogar auch schon auf College Ebene, mit der Stimmung beim Fußball in Deutschland schon vergleichbar. Das kommt sogar rüber, wenn man nur am PC zusieht Lachen. In den Europäischen American Football Ligen darf auch nicht vergessen, dass das größtenteils Amateurligen sind.
Naja, möchte ja net wirklich Werbung für den American Football machen.
Obwohl, es ist schon ein tolles Spiel, für mich ist es wie Schach auf Rasen Lachen
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BeitragVerfasst am: 18.05.2012, 18:49    Titel: Antworten mit Zitat
Als Deutscher (Fussball-Fan) kann ich ja jetzt nur ins Fettnäpfchen treten, wenn ich mich über den (Club-) Fussball in Österreich äussere. Lachen

Auf die schnelle habe ich das hier gefunden:



Ein Derby wie Rapid gegen Austria ist sicherlich eines der Spiele mit der obenerwähnten Brisanz, die man sich dann lieber im Fernsehen angucken sollte, erstrecht wenn es anscheinend eine Vorankündigung zum Platzsturm gab. Winken
Die Wortwahl des Kommentators ist schon etwas heftiger als es im Deutschen Fernsehen gewesen wäre. Geschockt

Allerdings fällt zumindest mir sofort auf, das sich die Vermumten aus der Kurve auf den Weg über das Spielfeld machen. Auf den Tribünen macht niemand Anstalten das Spielfeld zu stürmen. Das meinte ich, als ich schrieb, das es mit Kindern >sicherer< ist, sich von den Kurven fernzuhalten.

Zum Vergleich:



In Deutschland würde zusätzlich beruhigende Musik im Stadion gespielt um die Lage zu entspannen! Lachen

Ich will die ganze Sache auch keines falls verharmlosen oder mich darüber lustig machen. Das es echte Ausschreitungen in Fussballstadien gibt, bestreite ich nicht und will ich auch nicht verharmlosen. Und ich habe auch nichts dagegen, wenn die Polizei einschreitet, wenn sich ein Gruppe von Leuten dazu aufmacht eine oder mehrere Straftaten zu begehen. Immer härtere Strafen und noch mehr Auflagen für die Auswärtsfans halte ich allerdings für den falschen Weg um diesem Problem beizukommen. Und bekämpft man das Problem nur mit Schlagstock und Pfefferspray ist auch keinem geholfen, im Gegenteil dadurch giesst man nur Öl ins Feuer! ... die Berichterstattung zielt in meinen Augen auch immer darauf ab, das die Hemmschwelle der Polzei ruhig ein wenig heruntergesetzt werden darf, schliesslich kämpft man hier gegen die >Sogenannten Fans< und die >Unverbesserlichen Chaoten<! Geschockt Mit den Augen rollen

Die >intellektuelle Verarmung< führe ich auch darauf zurück, das die Medien sich nur allzu gerne als Moralapostel aufschwingen und den Leuten eintrichtern was sie zu denken haben. Z.B. zu den Vorkommnissen beim Spiel Düsseldorf-Berlin gab es am nächsten Tag je eine Sondersendung in der ARD und im ZDF über die Gewalt in Deutschen Stadien. Deshalb, weil der Mainstream die >öffentliche Meinung< vorgibt, habe ich mal die etwas anderen Meldungen und Kommentare zum Spiel gesammelt, denn da muss man schon ein bisschen suchen um diese zu finden. Geschockt

Und was die Bild-Zeitung uns dazu aufs Auge drücken will, lasse ich lieber unkommentiert:

... Stoppt die Fan-Chaoten! BILD sagt, was jetzt passieren muss.
- Härtere Strafen! ...
- Bessere Kontrollen! ...
- Personalisierte Tickets! ...
- Sonderrechte weg! ...
Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (55): „Alle Profi-Vereine müssen sich noch vor Beginn der nächsten Saison auf diese Verhaltensregeln einigen.“ Und unseren Fußball retten! ...

http://www.bild.de/sport/fussball/relegation/stoppt-den-wahnsinn-24199020.bild.html
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Thema Autor Forum Antworten Verfasst am
Keine neuen Beiträge Überwachungsstaat für Dummies PRISM J... matrose Geheimgesellschaften und Verschwörungen 0 06.09.2013, 19:41

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Bundesliga, Deutschland, Frauen, Fussball, Schuhe, Spiele, Sport





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