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Die „Coalition“ & Ludwig² der Revoluzzer



 
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greyhunter
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Anmeldungsdatum: 22.02.2010
Beiträge: 487
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BeitragVerfasst am: 31.05.2018, 02:19    Titel: Die „Coalition“ & Ludwig² der Revoluzzer Antworten mit Zitat
Lange vor JFK und 9/11 gab es bereits eine ziemlich populäre Verschwörungshypothese die sich um den Wittelsbacher „Märchenkönig“ Ludwig² und seinen merkwürdigen Tod 1886 am Starnberger See rankte.

Man ging damals, bzw. auch heute noch, davon aus, dass die eigentlichen Drahtzieher des Komplotts in Berlin gesessen hätten – namentlich Bismarck.

Bisher war aber unklar welchen Grund man haben sollte ihn zu töten. Bayern gehörte seit 1871 zum Reich, Ludwig (angeblich) geistig umnachtet und völlig pleite, wobei als „Beweis“ für seine Unzurechnungsfähigkeit mittels „Ferndiagnose“ [=er wurde nie physisch untersucht!] die von ihm praktizierte Homosexualität angeführt wurde!

Er stellte also keine Gefahr dar – dachte man zumindest bisher!
Nun entdeckte man jedoch im geheimen Familienarchiv Unterlagen die belegen, dass Ludwig ab etwa Sommer 1869 damit beschäftigt war eine Geheimpolizei aufzustellen die den Namen „Coalition“ trug und nach dem Ende der bayerischen Eigenstaatlichkeit die Struktur einer Miliz annehmen sollte.

Diese hatte im Inneren gegen Gegner der Monarchie vorzugehen und im Äußeren die Zielsetzung in München zu putschen und sich anschließend vom Reich zu lösen!

In diesem Sinne beauftragt wurden monarchistisch gesinnte bayerische Militärs die auch für die Ausbildung zuständig waren.

1875 hatte die Coalition 9260 Mitglieder, verteilt auf zwei Sektionen. Die Geheimhaltung funktionierte so gut, dass der preußische Gesandte in München erst durch Verrat 1883 davon erfuhr und Bismarck sofort in Kenntnis setzte! [Quelle: oliver hilmes, ludwig ii. der unzeitgemäße könig, siedler verlag S. 216ff]

Als Ludwig drei Jahre später „verunfallte“ war Philipp zu Eulenburg „zufällig“ in Starnberg, von dem es heißt dass er für Bismarck als Geheimdienstler und Abwehrmann tätig war! [S. 11]

Ein vom populären „Kini“ geführter Volksaufstand, mit einer bis an die Zähne bewaffneten, entschlossenen und militärisch ausgebildeten Prätorianer Garde von über 9000 Mann gegen dass in Bayern verhasste preußische Reich hätte für einige Aufregung in Berlin gesorgt und sicher auch den Rest des Volkes und die Militärs mobilisiert!

Zumindest haben wir schon mal einen Grund für ein mögliches politisches Attentat eruiert!

Nachdem Ludwig² abgesetzt worden ist, kam es zu einigen Merkwürdigkeiten:

Anfänglich wollte man ihn auf Schloss Linderhof internieren, entschied sich dann aber plötzlich um und verfrachtete ihn nach Schloss Berg am Starnberger See [S. 337]

Am 13.06.1886, gegen 18h40, verließen Ludwig und sein behandelnder Arzt Bernhard von Gudden das Schloss zu einem Spaziergang.

Die Wetterangaben sind nicht klar: entweder es regnete da bereits, oder es stand kurz davor. Unbekannt ist, wer von beiden in den Regen wollte, Ludwig war ein Freund von „Königswetter“ und Sonne. Mag also sein dass der abgesetzte Regent nach Draußen gelockt worden ist.

Bei solchen Spaziergängen war immer Klinikpersonal dabei, da man nie wissen konnte wie ein Patient sich verhält. Ludwig² wäre für den 61jährigen Arzt nicht zu halten gewesen, er hatte ein Körpermaß von 191 cm und 120 Kilo Gewicht.

Gudden wollte nicht nur nicht begleitet werden, er verbot seinen Mitarbeitern auch ausdrücklich ihnen zu folgen!

Sollten es für den bevorstehenden Mord keine Zeugen geben? Stunden später fand man beide tot im See:

Gudden war ertrunken und wies Verletzungen im Gesicht auf, war gewürgt worden. Die Todesursache bei Ludwig war „Ertrinken“, was aber nie näher spezifiziert worden war: Ludwig war ein ausgezeichneter Schwimmer, 191 cm groß und ertrank in hüfthohem Wasser mitten im Sommer!

Aus dem bisherigen Geschehen könne man tatsächlich auf ein Mordkomplott schließen! Es gab einen Grund und der Handlungsablauf vor dem „Unfall“ ist dubios!

Doch selbst nach Jahrzehnten ereigneten sich noch weitere Eigentümlichkeiten. Im Jahr 1950 beobachteten drei Zeugen im Schloss Nymphenburg wie die Bekleidung, die Ludwig an seinem Todestag getragen hatte, verbrannt wurde! [S. 383ff]

Fürchtete man unangenehme Fragen im neuen demokratischen Deutschland? Waren an der Kleidung Spuren zu sehen gewesen, die man für immer vernichten wollte?

Eine bizarre Synchronizität ergab sich bei der Beerdigung Ludwigs in der Michaelskirche in München: Ein Gewitter zog auf und ein Blitz schlug in die Kirche ein [S. 388] – eine himmlische Reaktion auf einen ungesühnten und hinterhältigen Mord?

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Ludwigs Urgroßmutter und das Gespenst

Ludwigs Abneigung die Nacht zum Schlaf zu nutzen hat eine interessante Parallele zu seiner Urgroßmutter mütterlicherseits:
„Maries Großmutter [also die Großmutter Ludwigs Mutter] endlich, wähnte einmal ein Gespenst gesehen zu haben, ging seitdem stets erst bei Sonnenaufgang zu Bett und zwang den ganzen Hof jahrzehntelang, mit ihr wachend die Nacht zum Tage zu machen“. [Werner Richter, Ludwig II, Verlag F. Bruckmann, S 21]

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Im Buch „Ludwig²“ von Werner Richter fanden sich weitere merkwürdige Details zum „Selbstmord“:

In Gefangenschaft begegnete er dem Stabskontrolleur Zanders, dem er erzählte dass man ihn umbringen werde! Er wollte ihm noch etwas Vertrauliches mitteilen, doch verließ ihn Zanders hastig, wohl um nicht tiefer in das Komplott verstrickt zu werden. [S. 408]

An der Stelle an der Ludwig ertrank befand sich ein Bootshaus, welches auf höchstem Befehl aus München, warum auch immer, abgerissen wurde! Hatte man ihn dort ermordet und dann in den See verfrachtet?

Bizarr war auch dass die Leiche Guddens bis zu den Knien im Lehmboden des Starnberger Sees steckte – wer hatte ihn, da war brachiale Gewalt notwendig, in diese Position gebracht? [S. 413]
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