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Habsburger Ektoplasma



 
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greyhunter
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BeitragVerfasst am: 06.09.2018, 17:17    Titel: Habsburger Ektoplasma Antworten mit Zitat
Erzherzogin Elisabeth Marie, Enkelin des Langzeitregenten Kaiser Franz Joseph I. (später bürgerlich verheiratete Elisabeth Petznek) führte ein in allen Belangen recht aufregendes Leben. Eines ihrer vielen Steckenpferde war die Parapsychologie, hier fungierte Albert Baron von Schrenck-Notzing, Arzt und Parapsychologe, als Mentor.

Entsprechende „Experimente“ fanden im herzoglichen Schloss Schönau statt, zu denen begabte Medien geladen wurden. Die meisten Probanden konnten Gegenstände berührungslos durch die Räume schweben lassen, andere poltergeisterten unkontrolliert.

Wirklich interessanter waren jene Versuche bei denen Körperformen bzw. einzelne Körperteile materialisiert wurden, je nach Aggregatzustand „durchscheinend“, „anfassbar“ oder rabiat zupackend.

Zwei der Medien die Körperformen erscheinen lassen konnten waren die österreichischen Brüder Willy und Rudi Schneider.

„Wenn Rudi im Trancezustand war begannen die Gegenstände, die sich in einer bestimmten Entfernung von ihm befanden, sich zu bewegen; in diesem Augenblick konnte man feststellen, dass vom Medium ein Lichtstrahl zum bewegten Gegenstand führte“.

Eine „Sitzung mit Willy war phantastisch, unter der Kontrolle von zwei Wissenschaftlern sind in einer Entfernung von einem Meter vom Medium, ein Arm und eine Hand direkt aus dem Boden aufsteigend […] erschienen. Man konnte sie aus einem Abstand von 30 bis 40 Zentimetern beobachten“.

Bei einem anderen Versuch „gewahrte man einen schwarzen Schleier der aus der Tapete hinter dem Medium hervordrang.“ Um das Medium herum waren Fächer angeordnet die bewegt werden sollten.

„Ziemlich rasch begann die sich zunehmend verdichtende Masse sich selbstständig zu verformen und Gestalt anzunehmen. Man konnte drei, dann vier Finger unterscheiden, die ziemlich grob geschnitten waren, sie trennten sich voneinander, als ob sie zu verschiedenen Händen gehörten. Dann nahm jeder Finger einen der Fächer; es war, als würden die Fächer fortgetragen, sie bewegten sich, als ob Frauenhände sie hielten, um damit Gesichter zu fächeln.

An einem anderen Tag geriet der Körper Willys in einen starken Erregungszustand, „bis man die Form einer Hand sehen konnte, an der sich Finger erkennen ließen. […] … die Hand legte sich auf Schrencks Knie. Dieses materialisierte Organ aus Ursubstanz war durch einen immateriellen Faden, der immer vorhanden, aber nur selten sichtbar ist, mit dem Medium verbunden.

Später bemerkte Schrenck, dass die Hand, wenn man sie berührte, sich warm anfühlte und von weicher Konsistenz war. […] Willys Muskeln waren auf höchste angespannt, als ein gasförmiger Nebel aus seinem Arm emporzusteigen schien. Er nahm das Aussehen leicht getönten Rauches an, drehte sich um sich selbst, bis er die Form eines schwach leuchtenden Tellers annahm, den alle sehen konnten“.

Ein weiteres Medium welches der Erzherzogin seine Aufwartung machte war der Physiker und Lehrer Karl Krauss, der jedoch eine schlechte Reputation sein Eigen nannte. Wertgegenstände etwa, die bei Versuchsanordnungen auf paranormalem Weg verschwanden, blieben unauffindbar – was seine Fähigkeiten bestätigte jedoch an seiner Vita kratzte.

Im Gegensatz zu anderen Medien, die nur in abgedunkelten Räumen oder unter Rotlicht wirken konnten, arbeitete er bei hellem Tageslicht und ließ sich dabei auch von zahlreichen Neugierigen nicht stören. Er brauchte keine „präparierten“ Räume und konnte jederzeit loslegen, am liebsten natürlich mit einem exklusiven Tropfen:

„Dann erschien eine schwarze Hand, ungefähr 50 Zentimeter über dem Tisch. Sie senkte sich herab, näherte sich der Flasche, zog geschickt den Stöpsel heraus, nahm dann die Flasche und goss den Rotwein in das Glas.“

Hand und Glas flogen durch den Raum und landeten bei einem der Söhne der Erzherzogin. Dieser beschrieb sie wie folgt:

„Die Hand kam zu mir, sie lag mit geöffneten Fingern an meiner Brust. Ich habe die Hand berührt, sie war heiß. Der Handrücken und die Handfläche waren schwarz, ebenso die Fingernägel. Ich nahm die Hand in die meine, wobei ich weder Angst noch Ekel empfand. Sie erwiderte aber meinen Händedruck nicht, sondern verschwand“.

Diese Experimente hatten, wen wundert es, die Nachwirkung dass es anfing im Schloss zu spuken und die Erzherzogin mit ihrem Gesinde umziehen musste! Die Geister die sie rief… [Windisch-Graetz, Kaiseradler und rote Nelke, S. 357ff]
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BeitragVerfasst am: 06.09.2018, 22:23    Titel: Antworten mit Zitat
Peter Cati verwendet immer wieder den Begriff "Vorzustand der Materie" wenn ich mich recht erinnere...frage mich gerade, ob Ektoplasma dieser "Vorzustand" sein könnte, ehe er sich dann in eine bestimmte "Form" bringt...

Jedenfalls ein paar sehr spannende Anekdoten...Winken
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greyhunter
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BeitragVerfasst am: 07.09.2018, 09:19    Titel: Antworten mit Zitat
Danke! Ich musste beim Studium des Buches ständig an Plasma denken… aber das geht ja nicht… Sehr glücklich
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ufoscriptorium
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greyhunter
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BeitragVerfasst am: 07.09.2018, 09:29    Titel: Antworten mit Zitat
Para-Schranz in Stans

Der sicher bekannteste Spuk- bzw. Poltergeist-Fall im deutschsprachigen Raum ereignete sich ab 1860 in Stans in der Schweiz, in einem Haus in dem die Familie Joller lebte. Die Familie bestand aus Melchior Joller, Rechtsanwalt & Politiker, seiner Frau und sieben Kindern. Hinzu kamen noch zwei Hausmädchen (im fraglichen Zeitfenster wurde einer gekündigt und eine andere trat ihren Dienst an) und einem Arbeiter.

Die Vorfälle begannen, wie bereits erwähnt, 1860, schwächten sich dann ab, um im Jahr 1862, genauer im Herbst, dafür um so extremer in Erscheinung zu treten, was auch dazu führte dass die Familie nach sechs Wochen das Haus verließ und es weit unter Preis verkaufte, um nach Zürich zu ziehen (wo der Spuk weiter ging) um dann letztlich nach Rom zu gehen, wo Joller 1865 recht früh, im Alter von nur 47 Jahren, verstarb.

1863 verfasste er eine „Denkschrift“ mit dem Titel „Darstellung selbsterlebter mystischer Erscheinungen“ mit einem Umfang von 65 Seiten, dass „Manuskript“ hierfür war sein Tagebuch in welches er minutiös die Effekte eintrug. Wesentliche Teile dieser Denkschrift veröffentliche die deutsche Parapsychologin und Autorin Fanny Moser im Jahr 1950 unter dem Titel SPUK – EIN RÄTSEL DER MENSCHHEIT.

Der Spukfall ist „klassisch“ zu nennen. Gepolter, körperlose Schritte und Stimmen, fallende Steine „vom Himmel“, sich öffnende und zufallende Türen usw. Wer sich für die genauen Abläufe interessiert findet hier weitreichende Informationen: www.das-spukhaus.de

Was den Joller-Fall von vielen anderen unterscheidet, ist die Anwesenheit zahlreicher Zeugen – denn der Spuk war nicht schüchtern und polterte auch bei vollem Haus, dies so laut dass selbst die Nachbarn den Lärm mitbekamen.

Der Grund weshalb mich der Fall interessiert, ist eigentlich nicht im Spukgeschehen selbst begründet, sondern viel mehr in einer Aussage des deutschen Parapsychologen Walter von Lucadou.

In der Dokumentation DAS SPUKHAUS von Volker Anding, äußerte er, dass nicht „externe“ Kräfte (also Geister wie sie sich im Volkstum darstellen) am Werk waren, sondern in einem der betroffenen Zeugen gründeten.

Wahlweise in Joller selber (der finanzielle Probleme hatte) oder einem seiner Kinder. Das bedeutet, dass nach Ansicht von Lucadou der Spuk von einem Menschen ausgelöst worden war!

Die Sache ist deshalb aufschlussreich, weil im Haus nicht nur gepoltert wurde, sondern auch allerhand Entitäten beobachtet worden sind, was der Arbeitshypothese gemäß bedeutet, dass diese also letztlich auch von einem Menschen „erschaffen“ wurden.

Das beinhaltet Implikationen zu anderen Paragebieten, etwa wenn die Frage nach der Herkunft von „Ufonauten“ und Kryptiden behandelt wird. Werden auch diese von Menschen erschaffen? Irgendwo in einem „Grenzgebiet“ zwischen dem Bewusstsein des „Spuk-Agenten“ und der „äußeren“ physischen Welt?

In Stans tauchten alle möglichen „Besucher“ auf. Das begann mit geisterhaften kleinen „Kindern“ (Mädchen und Buben) und schloss auch junge Frauen mit ein. Etwas gruseliger waren da andere Formen. Zitat aus dem Buch von Fanny Moser:

„weißliche, unförmige Gestalt“; „graue Gestalten“; „formlose Gestalten“; „[aus der] Höhe herniederfahrende, zuckerhutförmige Gestalt mit unzähligen blauen Flämmchen“; „durchsichtiges, graues Wölkchen“; “eine schneeweiße, oben und unten sich oval abrundende Gestalt in ganzer Türhöhe“; „ein weißes Gebilde, einem winkenden Händchen ähnlich“; „wie ein dreizipfliges graues Tüchlein“; „helllodernde Lichtflamme wenige Fuß über dem Boden“; „Schattenbild wie von einer großen Menge zappelnder Hände vor den Fenstern“; „graue, unförmige Gestalt“; „eine weißliche Erscheinung […] in der Form von zwei armen mit schneeweißen, breiten, vorne zugespitzten Händen“; Säulen und Pyramiden aus Rauch oder Nebel“.

In Zürich ging der Spuk, wie erwähnt, weiter, in Stans ebbte er dafür völlig ab. Eines Nachts, Joller war damals alleine, muss es besonders schlimm zugegangen sein. Überliefert von seinen Angehörigen ist seine spätere Aussage „Jetzt habe ich verstanden“. Was er genau verstanden hat ist unklar, jedoch versuchte er bis zu seinem Tod eine Audienz beim Papst zu bekommen, um darüber zu berichten, was jedoch nicht gelang.

Es kann durchaus sein, dass er von einer „Erscheinung“ eine Botschaft bekommen hatte, mit der Aufforderung diese zum Chef des Vatikans zu tragen. Ähnliche Berichte sind in der Geschichte nicht unbekannt.
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