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Maya / BIG TOE



 
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greyhunter
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BeitragVerfasst am: 29.09.2018, 01:12    Titel: Maya / BIG TOE Antworten mit Zitat
Pfeil https://cropfm.at/archive/show/bigtoe

Ähnlich wie die Theorie des holographischen Universums hat auch die uralte Maya-Philosophie einen realitätsverändernden Blickwinkel: Die Überzeugung der indischen Philosophen, dass das, was wir sehen, nicht die wirkliche Welt ist, und dass wir ständig getäuscht werden, hat dazu geführt, Maya als lächelnde, verführerische, launenhafte, verräterische Göttin zu sehen, als Göttin dessen, was von westlichen Wissenschaftlern als physische Wirklichkeit bezeichnet wird.

Bei den Griechen entspricht sie Cybele, die auch als Maia bekannt ist. Ursprünglich war Maya die Bezeichnung für ‚physische Erscheinung, irdische Form’, ‚trügerisches Äußeres’. Für die indischen Philosophen und auch für die Platoniker war die wirkliche Welt die Existenz geistiger Begriffe, Platons unveränderliche Idee.

Die veränderliche physische Welt ist nicht real, sondern gleich ‚Schatten eines fernen Feuers’, wie Platon es im Höhlengleichnis beschrieb. Maya kommt dicht an den Sufi-Begriff Ghurur, also ‚Täuschung, Illusion’ heran, dem Gegenteil von Haq, ‚Wahrheit, Gott’. Vishnu ‚nahm’ in seinen Inkarnationen einen Körper ‚an’, als wäre der ein Gewand, das seinen unsichtbaren göttlichen Geist umhüllt.

Mit ihrem stärkeren Willen können die Götter die Sterblichen das sehen lassen, was sie sehen sollen. Die Fata Morgana in der Wüste ist nur ein schwaches Abbild der Märchen, welche die indischen Götter ganze Nationen durchleben lassen können. Die Weisen sind die einzigen Menschen, denen es nach vielen Jahren Askese geglückt ist, den Zauber dieser göttlichen Illusionen zu brechen.

Sie erkennen, dass all das, was für einen Durchschnittsmenschen etwas Gewohntes darstellt, eine Illusion ist – beispielsweise ein Körper, denn er wird am nächsten Tag verfallen. Nur das Ewige ist wahr, und das Ewige ist einzigartig. Die Menschen, die wir um uns herum sehen sind nichts weiter als vielfältig vorhandene illusorische Visionen, Emanzipationen der einzigen Einheit: der Menschheit, des menschlichen Geistes, des Wesens des Menschseins.

Körper werden kommen und gehen, aber der Geist, die Essenz, Sat, wird noch lange fortbestehen, auch wenn alle Körper schon längst verschwunden sind und nur Brahma unsichtbar überlebt hat. Ein Weiser hatte einst so viel Askese geübt, dass ihm der Gott Vishnu erschien und eine Gunst gewährte.

‚Lehre mich, großer Gott, deine Maya!’ bat der Weise. ‚Gut’ erwiderte Vishnu. ‚Spring in den Fluss!’ Der Weise gehorchte. Er tauchte hinunter bis zum Grund des Flusses, wo er ein Mädchen wurde, eine Prinzessin, die in einem Palast innerhalb eines schönen Parks aufwuchs. Als sie volljährig war, wurde sie mit einem stattlichen Prinzen verheiratet und lebte viele Jahre glücklich mit ihm zusammen, bis ein Feind in das Land einfiel.

Ihr Vater, der König, ihre Brüder und ihr Gatte mussten in den Krieg ziehen, um das Königreich zu verteidigen. Ihr Gatte wurde in der Schlacht getötet, und sein Leichnam wurde nach hause gebracht, um dort verbrannt zu werden.

Die Prinzessin, als treue Gemahlin, willigte in den Witwentod ein und wurde mit ihrem Gatten bei lebendigem Leib verbrannt. Während sie verbrannte, ging ihr Körper als Rauch nach oben, und ihre Seele folgte ihr. Immer höher stieg sie hinauf, bis sie an die Oberfläche des Flusses gelangte und wieder ein Mann, der Weise von damals, wurde. Vishnu war noch immer da. Er fragte: ‚Kennst Du jetzt meine Maya’?
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Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 29.09.2018, 22:01    Titel: Antworten mit Zitat
Interessantes Thema, das sich einem aber sicher erst beim Lesen des 820-seitigen englischsprachigen Buches wirklich erschließt...

Aber woher kommt eigentlich die weit verbreitete Ansicht, dass quantenphysikalische Effekte mit dem Bewusstsein eines Beobachters zusammenhängen? Ist das denn überhaupt so? Zum Doppelspalt-Experiment heißt es bei Wikipedia:

Zitat:
Eine Apparatur, die ermittelt, durch welchen der beiden Spalte ein Teilchen den Detektor erreicht hat, bewirkt unvermeidlich, dass die Interferenzstreifen verschwinden. Dies gilt auch dann, wenn kein makroskopisches Messgerät anzeigt, welcher Spalt genommen wurde. Es reicht die physikalische Möglichkeit dazu. Umgekehrt zeigen Aufbauten, bei denen es unmöglich ist, herauszufinden, welcher Spalt genommen wurde, immer ein Interferenzmuster.


Kein Wort von "Beobachter" oder "Bewusstsein", sondern nur "Apparatur".

Auch hier:

Zitat:
Wenn man im Experiment eine Möglichkeit einbaut, den Quantenzustand genau zu ermitteln, dann koppelt man das Teilchen damit an die Außenwelt. Statt eines kleinen Systems, das Quanten-Eigenschaften zeigen kann, hat man dann ein großes Gesamt-System, bei dem die Quanten-Eigenschaften nicht mehr sichtbar sind. Ob man die Messdaten dann tatsächlich bewusst von der Anzeigetafel abliest und mit ihnen die Teilchen-Eigenschaften ausrechnet, ist völlig unerheblich. Die bloße Möglichkeit, aus irgendwelchen physikalischen Größen den Zustand des Teilchens bestimmen zu können reicht aus, um die Quanteneffekte (beim Doppelspaltexperiment: die Wellen-Überlagerungsmuster) zu zerstören. Ob ein „bewusster Beobachter“ die Messung durchführt oder eine Maschine spielt dabei natürlich auch keine Rolle. Aussagen, wonach in der Quantentheorie plötzlich das Bewusstsein oder der menschliche Wille Eingang in die Physik gefunden hätten, stützen sich also auf ein Missverständnis.


Wenn gesagt wird, dass das Bewusstsein eines Beobachters hierbei keine Rolle spielt, dann wird man ja sicherlich schon entsprechende Experimente gemacht haben, um diesen Faktor auszuschließen - würde ich mal annehmen...

Was sagt denn Campbell hierzu - geht er auf diesen Widerspruch zwischen "physikalischer" und "esoterischer" Deutung des Doppelspalt-Experiments ein?
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greyhunter
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BeitragVerfasst am: 29.09.2018, 22:25    Titel: Antworten mit Zitat
Zugegeben, die Theorie ist Hinduismus für Dummies, zugeschnitten für / auf die „denaturalisierten“ Westler – sterben wird zum „ausloggen“… Lachen

Die 820 Seiten kann man sich sparen, es gibt ausgesprochen gute, allgemeinverständliche Einführungen in den Hinduismus - und nichts anderes ist die Theorie der großen käsefüßigen Zehe... Lachen

Sonst kann ich auf Armin Risi verweisen - der nennt wenigstens die Quelle seines Wissens - indische Schriften!

https://cropfm.at/archive/show/veda

Die Sendung hat mich ein wenig angesäuert, nicht wegen dem Gast oder Tarek, aber irgendwie ist es doch ein Plagiat eine Weltreligion zu kopieren und diese als eigene Arbeitshypothese herauszuarbeiten... Und dann noch dazu mit einer so verqueren Nomenklatur...

Also ich höre da Ganesha böse prusten! Und mit Ganesha kenne ich mich aus, den habe ich während einer Krankenhausvision - vollgepumpt mit Schmerzmitteln - gesehen! Sehr glücklich
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BeitragVerfasst am: 30.09.2018, 10:10    Titel: Antworten mit Zitat
Klar man kann das ganze auch als "fernöstliche Weisheit, ausgedrückt durch stark simplifizierenden Computerjargon" sehen. Wird dem ganzen aber nicht ganz gerecht, wie ich finde, v.a. da Tom Campbell diese Einsichten ja durch seine eigenen Erfahrungen in der erweiterten Wirklichkeit erlangt haben will.

Und wenn das so ist, ist es interessant, obwohl auf der anderen Seite auch nicht weiter verwunderlich, dass sich die Konzepte so stark ähneln. In jedem Fall tue ich mir persönlich mit Toms Metaphern aber leichter, als z.B. hinduistischen Beschreibungen bzw. vedischen Texten...also ist es für mich (!) zurindest mal nützlich...und somit "real" nach Toms Definition....Winken

Bzgl. Erweitertes Doppealspaltexperiment: In einem von Toms Experimenten soll ja am Doppelspalt zwar gemessen, aber NICHT aufgezeichnet werden - d.h. "Bewusstsein" kann es nie erfahren... nach Toms Big TOE soll sich dann dennoch ein Interferenzmuster ergeben. Dieses Experiment wurde offenbar nie in dieser Form durchgeführt (Tom sagt, er hätte da auch in schwer zugänglichen wissenschaftlichen Archiven recherchiert und nichts diesbezüglich gefunden...), da man davon ausging und geht, dass "Aufzeichnung oder nicht" keinen Unterschied macht...wenn doch, wäre das in der Tat eine Überraschung und eine Falsifikation der großen Zehe...ich bin ja mal vorsichtig gespannt...Winken

p.s.: @greyhunter: Dir ist Ganesha erschienen?...das sollten wir in einer kommenden Sendung mal ansprechen, klingt ja spannend... Sehr glücklich

p.p.s.: Bin erst am Anfang von "My Big TOE", aber in den ersten 200 Seiten ging es u.a. schon mal um sehr spannende Dinge, wie zB "was ist Glaube und wie werde ich ihn wieder los"...also zumindest in Buch I sind da nur wenige Parallelen mit lebendigen oder toten Religionen...Winken
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BeitragVerfasst am: 30.09.2018, 10:51    Titel: Antworten mit Zitat
Ja, ich bin auch gespannt auf den Ausgang des Experiments. Wäre ja DER HAMMER, wenn sich herausstellen sollte, dass das Bewusstsein doch einen Unterschied macht... Cool
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greyhunter
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BeitragVerfasst am: 30.09.2018, 10:57    Titel: Antworten mit Zitat
Also ich fand in dem Interview keinen Aspekt der mir nicht auch aus dem Hinduismus bekannt ist, gerade die Zersplitterung einer universellen Gottheit in kleinste Einzelfragmente – also in uns – wird von Risi immer wieder beschrieben und mit vedischen Texten unterlegt.

Ich habe Ganesha tatsächlich „gesehen“. Ich hatte 2000 einen Pneumothorax und mir wurde eine Drainage gelegt. Ich war da in Halbnarkose, mit allen möglichen Schmerzmitteln abgefüllt.

Nachdem ich ins Krankenzimmer gerollt wurde hatte ich den Eindruck dass mir die Sonne ins Gesicht schien, die Augenlieder waren geschlossen. Aus dieser Helligkeit heraus marschierte mir ein kitschig-bunter Ganesh entgegen und begrüßte mich mit einem Wink seines Rüssels und grinste mich freundlich an. Er verschwand dann nach ein paar Minuten (?) mit dem „Sonnenstrahl“.

Besonders lustig war für mich die Art wie er (bipedal) ging, nicht zu beschreiben komisch. Auf jeden Fall hatte ich genau die richtige Halluzination zur richtigen Stunde - sehr erheiternd... Zum Glück imaginierte ich keinen Grey mit Sonde... Sehr glücklich

Ich habe, als ich wieder bei mir war, festgestellt dass die Sonne mich an meinem Liegeplatz nicht hätte erreichen können. Das war nicht „paranormal“ sondern eine medikamenteninduzierte Halluzination – aber Ganesh begleitet mich seither auf allen meinen Wegen – ich habe selbst am Arbeitsplatz eine Figur stehen und meine Bildschirmschoner kennen auch nur ein Motiv! Lachen Lachen Lachen
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