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Remote Viewing zur Suche nach archäologischen Fundorten?



 
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rainer22
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Anmeldungsdatum: 21.05.2009
Beiträge: 430

BeitragVerfasst am: 02.01.2019, 02:07    Titel: Remote Viewing zur Suche nach archäologischen Fundorten? Antworten mit Zitat
Hallo,

es wurde hier ja schon oft Remote Viewing thematisiert, wurde es eigentlich schon erfolgreich bei der Suche nach archäologischen Funden eingesetzt? Ich habe gerade ein Buch über das Grab Alexander des Großen gelesen (zweite Hälfte 4. Jahrhundert v. Chr.; Dirk Husemann, Mythos Alexandergrab), das nach antiken Autoren in Alexandria im Norden Ägyptens gelegen haben soll. Heute sind die Spuren davon alle verwischt. Husemann berichtet darüber, dass auch in diesem Fall Remote Viewing eingesetzt wurde, aber zu einem konkreten Erfolg hat es nicht geführt. Ich denke, man hat ja keine genauen Koordinaten, mit denen man arbeiten kann. Zwar ist die Stadt Alexandria bekannt, sie gibt es heute noch, aber es ist ein sehr großes Gebiet, das in Frage kommt. Man kann es höchstens vielleicht auf den ehemaligen Palastbezirk der Ptolemäer eingrenzen, der etwa 1/3 der Stadt eingenommen haben soll und im Osten des Stadtgebietes lag. Ist so etwas schwierig, oder machbar?


Zuletzt bearbeitet von rainer22 am 03.01.2019, 21:37, insgesamt einmal bearbeitet
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egG
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Beiträge: 1111
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BeitragVerfasst am: 02.01.2019, 23:00    Titel: Antworten mit Zitat
Der Stefan kann hier sicher um einiges kompetenter antworten, aber "genaue" Koordinaten braucht es für so ein Viewing nicht, das Target muss nur sauber definiert sein...auch in der Zeit, soweit möglich...Winken

Und wir haben RV übrigens auch schon mal im Rahmen eines RV-Experiments für archäologische Targets eingesetzt >> https://cropfm.at/archive/show/remote2

...und zwar ging es hier um Erdställe in Niederösterreich etc., die Targets wurden zusammen mit Dr. Kusch erstellt...
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Wingman
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Anmeldungsdatum: 16.01.2007
Beiträge: 901
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BeitragVerfasst am: 02.01.2019, 23:24    Titel: Antworten mit Zitat
Je mehr Informationen man zur Eingrenzung hat, desto besser. Sonst muss man sich mit entsprechendem Aufwand per "Mapping" heranarbeiten. Aber das kann, je nach Größe und Gelände, mehrere dutzend Sessions bedeuten. Zur Ortsbestimmung gibt es dann verschiedene Herangehensweisen, die kombiniert werden. Z.B. eine Art triangulierende Richtungsbestimmung, Raster-Mapping (nicht immer zuverlässig) und Beschreibung von auffälligen, sichtbaren Strukturen und Objekten in der Nähe der gesuchten Dinge. Das kombiniert man dann alles, und versucht so, den Suchbereich zu treffen.
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RS
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Anmeldungsdatum: 18.05.2017
Beiträge: 45
Wohnort: Graz

BeitragVerfasst am: 03.01.2019, 14:14    Titel: Antworten mit Zitat
Remote Viewing wird sehr schnell sehr komplex, v.a. wenn man sich interdisziplinär ranbewegt.

Also, nicht jeder gute Remote Viewer ist ein guter Tasker, geschweige denn Projektmanager. Und umgekehrt. Und nicht jeder gute Viewer kann gut Dinge lokalisieren, oder Personen beschreiben oder ein technisches Gerät... Da hat jeder seine Stärken und Schwächen.

Siehe zB das Team rund um Dick Allgire. Die gehören zu den weltbesten Viewern. Aber was die teilweise in ihrem CryptoViewing Projekt für Anfängerfehler gemacht haben war unpackbar... Dafür daß die teils Jahrzehnte Erfahrung haben. Aber halt eben in erster Linie als Viewer und nicht im Projektmanagement.
Alleine das kann schon ein Grund sein, warum sone Lokalisierung nicht gelungen ist. Weil sich vielleicht methodische Probleme ergeben haben, die den beteiligten Personen nicht klar waren. Nur eine von vielen Möglichkeiten.

RV wurde nicht umsonst in einem militärischen Umfeld groß, wo es Infrastruktur gibt um sowas überhaupt mal auf die Beine zu stellen. Mit allen Vor- und Nachteilen.

Oder man sucht nach der Nadel im Heuhaufen die vielleicht überhaupt nicht mehr da ist. Durch Witterung und weiß der Geier was nicht und 100mal drüberbauen und wieder abreißen zur Unkenntnis verschwunden ist, selbst wenn man am richtigen Ort steht.
Oder Du suchst nach etwas daß es so nicht gibt. Das vielleicht Legenden entsprungen ist, 17mal verdreht wurde in der Weitergabe, falsch übersetzt oder vor 1000 Jahren fehlgedeutet, ideologisiert...
Das ist gerade in der Archäologie mit eines der allergrößten Probleme, daß da ganz vieles von völlig veralteten Welt- und Geschichtsbildern und Timelines ausgeht die so nicht mehr haltbar sind, neue Erkenntnisse aber unfaßbar langsam in die bestehenden Weltbilder durchsickern.
Da suchst Du schnell sowohl örtlich als auch zeitlich in ner falschen Ecke.

Dann ergeben sich bei Lokalisierungen die schon von Wingman erwähnten Probleme. Man kann eingrenzen, die Umgebung beschreiben, manchmal stellt sich eine Umgebung während einer RV Session spiegelverkehrt dar...

Dann lokalisierst Du vielleicht ein Waldstück perfekt, hast es von "unbekannt - irgendwo in Europa" auf 100m² eingegrenzt, alles beschrieben und weißt, irgendwas liegt da unter irgendeinem der 50 verbliebenen Bäume. Die trotzdem alle gleich ausschauen. Viel Spaß den einen zu finden, wenn Du nicht großräumig umgraben darfst oder keinen Metalldetektor benutzen kannst oder das Gebäude unter dem sich das Ziel befindet steht unter Denkmalschutz oder der Besitzer weigert sich Dich auf sein Grundstück zu lassen.
Oder Du findest das Schiff im Meer kannst aber mangels Unterwassersicht nix damit anfangen und maximal ein paar Scherben bergen...

Also, da kommen einfach ganz banale Alltagsprobleme dann auch noch dazu.
Manchmal klappts dann wieder wunderbar, meist liegts irgendwo dazwischen wobei die Limits im Normalfall durch die zur Verfügung stehenden Ressourcen (Geld, Personal, Zeit...) gegeben sind. Ein großer Konzern kann da klarerweise andere Dinge auf die Beine stellen.

Gibt auch ein, nicht sonderlich spektakuläres weil recht ernüchterndes, Buch dazu wie ein paar RVer versucht haben sowas privat zu machen: "Schatzsucher der Matrix"
_________________
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www.reicherundstark.at
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rainer22
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Anmeldungsdatum: 21.05.2009
Beiträge: 430

BeitragVerfasst am: 03.01.2019, 20:29    Titel: Antworten mit Zitat
Hallo,

vielen Dank für die Antworten. Die Problematik verstehe ich. Es gibt in Alexandria offenbar viele Legenden zu dem Alexandergrab, zum Beispiel gibt es zwei Moscheen, wo es Gerüchte gibt, dass sich da das Grab befunden haben könnte. Die eine ist die Attanine Moschee, wo offenbar noch um 1800 der Sarkophag des letzten Pharaos Nektanebos II. (bis 341 v. Chr.) aufbewahrt wurde. Nektanebos musste vor den Persern fliehen, der Sarg wurde vermutlich nie benutzt. Nach einer Theorie wurde der Sarg als provisorische letzte Ruhestätte Alexanders genutzt, da Ptolemäus I. den Leichnam Alexanders in den sog Diadochenkriegen kurz vor 300 v. Chr. an sich gebracht hatte. Eigentlich sollte Alexander in Makedonien bestattet werden.

Die zweite Moschee heißt glaube ich Daniel-Moschee. Da gibt es eine wilde Geschichte, das im 19. Jh. unterirdische Gänge unter der Moschee entdeckt wurden, wovon einer zu einem gläsernern Sarkophag führte, in dem ein Leichnam lag, der mit einem goldenen Diadem geschmückt war. Allerdings gab es im 20. Jh. Grabungen von einem polnischen Archäologenteam auf dem Moscheegelände und es wurden keine Hinweise auf das Alexandergrab gefunden. Die unterirdischen Gänge wurden demnach tatsächlich entdeckt, wurden aber als Teil einer Zisterne interpretiert. Die Geschichte wird heute von Archäologen weitgehend als Hirngespinst abgetan. Das Problem ist, das einer der Remote Viewer trotzdem die Daniel Moschee als Ort des Grabes angab.

Alexander wurde wahrscheinlich mehrmals umgebettet. Nach seinem Tod 323 v. Chr. wurde er erst provisorisch in Babylon aufgebahrt, dann mit einem aufwendigen Leichenzug auf den Weg nach Makedonien gebracht. In Syrien wurde der Zug von Ptolemäus abgefangen und zunächst in Memphis in Ägypten bestattet, da Alexandria, eine Gründung Alexanders an der Mittelmeerküste Ägyptens, noch nicht fertig war. Als die Bautätigkeiten weiter fortgeschritten waren wurde Alexander zwischen 300 und 250 v. Chr. (man weiß es nicht ganz genau) nach Alexandria gebracht und ein Grabmahl errichtet, dass möglicherweise mitten in der Stadt stand. Danach wurde Alexander von den Ptolemäern, deren Herrschaft 30 v. Chr. mit Kleopatra endete, wahrscheinlich im Palastbezirk der Stadt in einem Grabmahl in der Nähe der ptolemäischen Königsgräber bestattet. Das Grab war Jahrhunderte lang sozusagen eine antike Touristenattraktion.

Um 365 n. Chr. wurde Alexandria von einem Tsunami in Folge eines Erdbebens getroffen, der von dem antiken Autoren Ammianus Marcellinus erwähnt wird. Die Zerstörungen in Alexandria müssen nach diesem Bericht sehr stark gewesen sein. Etwa um diese Zeit wurde das Christentum immer stärker und schließlich zur Staatsreligion. Die antiken Kulte wurden verboten. Alexander wurde bis dahin als Sohn von Zeus-Amon verehrt, wenn ich das richtig verstanden habe. Es könnte also auch sein das Christen das Grabmahl zerstört haben. Aus dem Zeitraum um 400 n. Chr. ist ein Zitat eines christlichen Bischofs überliefert, der meinte: "wer kennt heute noch den Ort des Alexandergrabes?" Er wollte damit auf die Vergänglichkeit alles Irdischen hinweisen. Danach verliert sich die Spure des Grabes. Es gibt aus der arabischen Zeit zwar auch noch Berichte von Reisenden, sie hätten das Grab besucht, aber man kann den Wahrheitsgehalt dieser Berichte nicht einschätzen.

Soweit meine Zusammenfassung. Angeblich wurden von christlichen Mönchen vor den polnischen Ausgrabungen in der Daniel Moschee Knochen gefunden, die dann in ihr Kloster ebenfalls in Ägypten gebracht wurden. Aber ob an dieser Geschichte etwas dran ist, weiß ich nicht. Wer genaueres wissen will, dem sei das Buch von Husemann empfohlen, "Mythos Alexandergrab", zur Zeit offenbar das einzige deutschsprachige Buch über das Grab, das sich nicht nur an Archäologen wendet.

Ein Wikipedia Artikel über Alexandria mit einer Karte gibt es hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Alexandria_in_der_Antike

Ich wollte noch hinzufügen, dass der Wikipedia-Autor die Geschichte des Grabes etwas vorsichtiger fomuliert, auch erwähnt er noch eine Quelle, wonach der Leichnam nach dem Tsunami noch zu sehen gewesen sein sollte (um 388-392 n. Chr.).
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