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Sendung Ayahuasca / Strasser



 
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Waldschrat
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Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 23.02.2016
Beiträge: 11
Wohnort: Spessart

BeitragVerfasst am: 09.06.2019, 09:35    Titel: Sendung Ayahuasca / Strasser Antworten mit Zitat
Leider kann ich die Sendungen immer nur aus dem Archiv heraus hören, da ich zeitlich keine Chance habe, live dabei zu sein.

Schade, denn bei dieser Sendung hätte es mich sehr gereizt, dem Gast einmal per Skype Contra zu geben.

Insgesamt fand ich die Sendung unterhaltsam und angenehm skurril, in Ermangelung besserer Beschreibungen. Strasser konnte ich bei manchem folgen, bei manchem nicht, manches fand ich abwegig, manches nachvollziehbar, insgesamt jedenfalls recht kurzweilig. Danke dafür.

Wobei ich Strasser allerdings vehement entgegen trete, ist seine Fixierung auf die katholische Kirche. Ich selbst bin auch vehementer Kritiker der Kirche, bin aber der Meinung, daß es einen souveränen Akt der Selbstermächtigung braucht, um das geistige und seelische Joch der christlich-katholischen Sozialisation abzuschütteln.

Ich behaupte, diesen emanzipatorischen Schritt hat Strasser nicht geschafft. Daher seine extremen Tiraden mit fast mantrisch wiederholten Beschimpfungen ("dampfender Haufen...") und gleichzeitig die Vorstellung einer überwältigenden Macht dieser Institution, deren doch in realiter zumeist recht armselige Vertreter mittels magischer Riten imstande sind, ihren Opfern bei der Taufe das dritte Auge zu schließen und diese zu willfährigen und blinden Schäfchen auszubilden.

Tatsächlich spricht aus solchen Vorstellungen nur die gewaltige Urangst, welche die Kirche bei einigen Menschen schon in Kindertagen mittels ihrer Instrumente aus eingeimpfter Schuld, Erbsünde, Gottesfurcht etc. eingepflanzt hat.

Um sich davon zu befreien, braucht es die Emanzipation vom Konzept und den geistigen Strukturen der Kirche, vor allem keine neuerliche Unterwerfung, beispielsweise unter ein Surrogat namens Gaia, und keine Furcht vor Archonten, die den christlichen Glauben an Satan und seinen dämonischen Schergen spiegeln.

Strasser ist, wie mir scheint, gefangen in einem manichäischen Weltbild und den Urängsten seiner christlichen Sozialisation. Der Dialog am Ende des Gesprächs, wo er sich selbst auf diese Thematik bezieht, ohne seine argumentativen Widersprüche auflösen zu können, sondern diese mit seiner "Erbsünde" = sein Vorleben als Inquisitor unschlüssig und etwas billig weg erklärt, war recht aufschlußreich in dieser Hinsicht.
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Kynni
Neuling
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Anmeldungsdatum: 21.10.2016
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 09.06.2019, 20:45    Titel: absolut Antworten mit Zitat
Lieber Waldschrat,

wie bin ich immer wieder um Menschen froh, welche das Talent haben in klaren Worten zu beschreiben. Meine Gedanken und mein Gefühl gingen beim Zuhören in die gleichen Richtung, nur fehlt es mir leider an der Fähigkeit diese schriftlich gut auszudrücken.
Mein Respekt auch nochmal an Tarek, welcher versucht hat das Beste aus dem Interview rauszuholen. Dabei hat sich jedoch gezeigt dass der Gast nur wenig Substantielles zum Thema zu sagen hatte. Wie du schon geschrieben hast, hat hier vermutlich jemand ein Weltbild mit Absolutheitsanspruch gegen ein anderes getauscht. Eine mögliche Erklärung hierfür kann wohl besonders jemand geben, der sich aus einer Religion herausgekämpft hat.
Selbst hatte ich eine Zeit als gläubiger Christ im evangelikalen Bereich. Benötigte auch eine Zeit der bewussten Auseindersetzung damit, um mich davon lösen zu können. Wobei ich auch zugeben muss, dass mir auch bestimmte Erfahrungen in Erinnerung sind, welche von so besonderer Qualität waren, dass es mir heute noch schwer fällt sie angemessen in mein Leben einzuordnen. Wie gehts dir damit? Vielleicht magst du dich darüber austauschen?
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Waldschrat
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Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 23.02.2016
Beiträge: 11
Wohnort: Spessart

BeitragVerfasst am: 10.06.2019, 07:01    Titel: Antworten mit Zitat
Hallo Kynni,

bei mir selbst ist der emanzipatorisch-freigeistige Anteil wohl schon in die Wiege gelegt worden, aber ich habe Menschen in meinem engsten Umfeld, die eine streng katholische Sozialisation erfahren haben und sich an einem bestimmten Punkt ihres Lebens aus diesem Gedankengefängnis befreien konnten.

So kann ich aus eigenem Miterleben heraus behaupten: Hat man die falschen und schädlichen Strukturen des Konzeptes der organisierten Religionen mit all ihren Psychotricks und manipulativen Instrumenten einmal erkannt, ist der einzig gangbare Weg, sich von ihren Fesseln zu befreien; und nicht die vordergründigen Inhalte gegen andere auszutauschen.

Nun verstehe mich bitte nicht falsch, ich bin ein zutiefst spiritueller Mensch und rede keinem Atheismus das Wort. Im Gegenteil: Der offensiv und mit missionarischem Eifer vorgetragene Atheismus im Stile eines Richard Dawson ist für mich ein geradezu klassisches Religionssurrogat.

Für mich ist entscheidend, das Pflänzchen des Zweifels in Herz und Hirn zu kultivieren, statt es mit den starren Vorgaben einer Religion oder Weltanschauung einzuhegen. Dieses Pflänzchen bleibt sowieso bestehen, aber so zu tun, als sei es nicht da, nur weil man einen Schleier aus Dogmen darübergelegt hat, ist Betrug an sich selbst.

Zitat:
Wobei ich auch zugeben muss, dass mir auch bestimmte Erfahrungen in Erinnerung sind, welche von so besonderer Qualität waren, dass es mir heute noch schwer fällt sie angemessen in mein Leben einzuordnen.


Erfahrungen welcher Art meinst Du? Erfahrungen mit dem Andersweltlichen oder Erfahrungen im Rahmen Deines damaligen christlichen Glaubens, oder etwas ganz anderes?
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