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Banken und ihre Geschäfte



 
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rainer22
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Anmeldungsdatum: 21.05.2009
Beiträge: 425

BeitragVerfasst am: 16.08.2019, 21:21    Titel: Banken und ihre Geschäfte Antworten mit Zitat
Blickt einer von euch eigentlich noch durch, was in der Weltwirtschaft so vor sich geht? Man hört nur irgendwelche abstrakten Zahlen im Fernsehen, aber selbst merkt man das erst, wenn man weniger Geld in der Tasche hat. Es gibt eigentlich nur eine Sache, die ich einigermaßen verstanden habe. Das ist die Wirtschaftsweise der Banken. Denn die dürfen erstaunlicherweise viel mehr Geld verleihen, als sie an Reserven haben. Man nennt das "Giralgeld". Nur ein Beispiel. Eine Bank vergibt einen Unternehmer einen Kredit von 10000 Euro. Nur etwa 10 % (kann glaube ich variieren) sind dabei aus Kundeneinlagen und eigenen Reserven, der Rest steht nur auf dem Papier. Der Kredit hat sagen wir mal eine Laufzeit von einem Jahr mit 3 % Zinsen. Der Unternehmer zahlt den Kredit pünktlich zurück aber die Bank kann offenbar nur diese 300 Euro als Gewinn verbuchen, nicht das "Giralgeld", das ja nur auf dem Papier stand.

Die Reserven der Bank reichen aber durch diesen Buchungstrick trotzdem nicht sehr lange. Sie muss kalkulieren, wieviel Kredite voraussichtlich ausfallen. In unserem Fall wären das immerhin 1000 Euro, die die Bank aus eigenen Reserven bezahlen müsste. Ich weiss nicht, ob ich das richtig verstanden habe, aber dadurch erklären sich die relativ niedrigen "Eigenkapitalreserven", von denen in den Wirtschaftsnachrichten immer die Rede ist. Besonders die Deutsche Bank wirtschaftet zur Zeit offenbar immer am Rande des Abgrundes. Aber auch bei anderen Banken in Europa sieht es nicht besser aus. Jetzt kam die Meldung, das die deutsche Wirtschaft, genauer das Bruttoinlandsprodukt im letzten Quartal um 0,1 % geschrumpft ist. Dadurch erhöht sich aber möglicherweise die Ausfallsrate der Kredite, die die Banken vergeben haben. Es könnte also der letzte Tropfen sein, der bei der Deutschen Bank das Fass zum überlaufen bringt.

Soweit die Zusammenhänge, die ich verstanden habe. Was meint ihr dazu? Ist das zur Zeit nur eine kleine Delle im Wirtschaftswachstum, oder steht uns da wieder etwas Größeres bevor? Das es zumindest der Deutschen Bank nicht gut geht, zeigten ja die "Restrukturierungsmaßnahmen", die zur Zeit durchgeführt werden. Naja, soweit meine Gedanken.

Edit: Wenn man sich informiert, wieviel "Eigenkapitalreserven" die Banken angeben und wie hoch die Staaten weltweit verschuldet sind, wird einem ganz schwummrig. Alleine die USA hat eine Gesamtverschuldung von etwa 10 Billionen, also 10000 Milliarden Dollar. Die Gesamtverschuldung aller Staaten auf der Welt dürfte mittlerweile eine dreistellige Billionensumme sein. Das wird natürlich nicht alleine von den Banken finanziert, besonders die EZB, die Europäische Zentralbank kauft im großen Stil schon seit Jahren Staatsanleihen auf. Aber dadurch wird auch die Gefahr einer Inflation immer höher. Denn der Betrag des Geldes, das weltweit verbucht wird, steigt immer weiter in die Höhe, während die Anzahl der produzierten Güter, also der Gegenwert des Geldes, nur langsam steigt. Das ging schon in der Vergangenheit nicht lange gut. Im alten Rom hat man einfach billige Metalle in die Gold- und Silbermünzen gemischt, was zwar kurzfristigen Erfolg brachte, langfristig aber zu schweren Krisen führte.

Das führt uns aber zum Goldstandart. Ich weiss nicht, ob es stimmt, aber die Zentralbanken der Welt kaufen offenbar im großen Stil Gold auf. Früher hatte das im Umlauf befindliche Geld einen Gegenwert in Gold. Davon ist man in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts langsam abgerückt, heute basiert das Geldsystem alleine auf das Vertrauen der Menschen, das man auch morgen noch für sein erspartes Geld einkaufen kann. Wenn aber das Vertrauen weg ist, bricht das System in sich zusammen. Wenn man diese Informationen mal alle zusammenführt, kann eigentlich nichts gutes dabei herauskommen. Die Frage ist wohl nicht ob es knallt, sondern nur wann.
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